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Knipsen statt Tippen mit mobilen Handy-Codes

03.01.2009
17:51

Handy-Codes liefern Links und andere Information auf einen Knopfdruck

Mobile Handy-Codes sind den gewöhnlichen Barcodes ähnlich. Durch ihre Matrix-Struktur speichern sie mehr Daten und eröffnen damit Möglichkeiten für neue interessante Anwendungen. Die Handy-Codes sind deshalb mobil, weil sie mit dem Handy per Kamera gescannt und sofort dekodiert werden können. Jeder kann seine Information als Handy-Code am PC generieren und auf Papier, Textil, Haut, Hauswand oder Bildschirm der Welt mitteilen. So lässt sich beispielsweise eine Web-Adresse (URL), eine Telefonnummer, eine E-Mail-Adresse oder einfach nur Text in einen Handy-Code umwandeln. Nach dem Scannen durch die Kamera im Handy, haben Sie sofortigen Zugriff auf die verschlüsselten Informationen und können die Seite per mobilem Internet besuchen.

Barcodes und 2D-Codes


Datamatrix-Code
Handy-Codes sind 2D-Codes, also zwei-dimensional. 1D-Barcodes kennen wir aus dem Einzelhandel. Quasi alle Produkte sind mit der Europäischen-Artikelnummer EAN versehen. Computerkassen scannen diese Nummer für die Bonierung. Ihr Speicherumfang ist auf acht beziehungsweise 13 Ziffern begrenzt. 2D-Codes speichern dagegen erheblich mehr Information in Abhängigkeit des gewählten Speicherverfahrens. Je mehr Zeichen kodiert werden, desto feiner wird die Matrix und desto schwieriger ist es, sie zu dekodieren.

Beide Codes benötigen eine Orientierungshilfe für die Kamera, damit diese sich "scharf" stellen kann. Beim QR-Code sind dies die drei Quadrate in den Ecken und beim Datamatrix-Code sind das die geschlossenen Linien an zwei Seiten. Bei größeren Strukturen sind diese als Kreuz in der Mitte des Quadrats zu sehen. Es gibt noch eine Reihe von weiteren Verfahren wie beispielsweise Cool-Datamatrix, Aztec, Trillcode, Shotcode und Beetagg. Die meisten Decodierprogramme für Foto-Handys lesen sie alle. Fehlende Verfahren lassen sich direkt per MMS oder PC-Synchronisation auf dem Telefon installieren. Es gibt eine Reihe von Readern und Decodern, die für unterschiedliche Handy-Modelle verfügbar sind. Für die private Nutzung sind alle unten verlinkten Reader kostenlos.

Wie kann ich 2D-Codes herstellen?

Barcode-Reader
und -Generatoren:
Ganz einfach mit PC, Internet und einem Drucker. Nokia bietet eine Website auf der man schnell und einfach eigene Handy-Codes erstellen kann. Wir zeigen im Folgenden, wie eine direkt verlinkbare Webadresse erstellt wird. Wir wollen die URL http://www.teltarif.de kodieren und den Code "teltarif" nennen. Auf der Nokia-Website geben wir die URL und den Namen in die Eingabemaske. Mit einem Klick auf "Permalink" steht das Abbild des Codes als Grafik-Datei im PNG-Format zur Verfügung und lässt sich auf Papier oder Transferfolie, z.B. für T-Shirt-Druck ausdrucken.

Wie lassen sich 2D-Codes privat nutzen?


URL online kodieren
Die Möglichkeiten sind endlos. Was auch immer es ist, mobile Handy-Codes machen den Zugriff auf Informationen mit einem mobilen Gerät zu einer "Ein-Klick-Angelegenheit". Die oben gezeigte Information lässt sich problemlos auf die Rückseite einer Visitenkarte drucken. Das spart lästiges und fehlerbehaftetes Abtippen. Das Scannen funktioniert übrigens auch vom Bildschirm. Probieren Sie es aus. Die Zeitung "Die Welt" druckt neben einigen Artikeln mit 2D-Code einen Link ins Internet und bietet dort weiterführende Informationen an. Wenn Sie eine eigene Website haben, weisen Sie doch per Handy-Code darauf hin. Drucken Sie den Code auf Ihr Auto, Ihr T-Shirt, Ihre Party-Einladung oder codieren Sie Ihre Anschrift als Gepäckanhänger.

Wie wäre es mit einem Tatoo? In Japan soll das inzwischen absolut "in" sein. Bei Druck auf Textilien sollte die Information möglichst kurz sein, damit die Kamera trotz runder Körperform fokussieren kann und der Reader erfolgreich decodieren kann. Auch im Sport- und Freizeitbereich gibt es eine Reihe von Möglichkeiten, die Handy-Codes zu verwenden. Ob Stadionzeitung oder Werbeflyer, das Papier lässt sich ohne zu viel Text grafisch attraktiv gestalten. Weitere Informationen, das Kleingedruckte oder auch Videos gibt es dann per Link direkt vom Papier aufs Handy. Immer wenn man Papier-Informationen eine längere Zeit nutzen möchte, die eigentlichen Inhalte sich aber häufig ändern, oder zur Erklärung Video und Sprache genutzt werden soll, gehören Handy-Codes zur ersten Wahl. Lange, komplizierte URLs lassen sich viel besser per Handy-Code übernehmen als per Tipparbeit am Mobiltelefon.

 
Günther Ohland
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Meinungen und Erfahrungen der Community:

Betreff Autor Datum
Mobile Tagging in Deutschland schwerdi 04.12.09 09:26
Reader schwerdi 05.01.09 10:09
RE: Frage CGa 04.01.09 19:23
RE: Frage Stiefel 04.01.09 14:45
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