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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 12.02.2012 |
Drei Netze sorgen auch in Ägypten für Handy-Empfang03.01.2009
16:04 Selbst UMTS ist im Land am Nil kein Fremdwort mehr
Zu den beliebtesten Reiseländern gerade auch in der kalten
Jahreszeit zählt Ägypten. Natürlich darf in vielen
Fällen das Handy nicht fehlen, um mit Freunden, Bekannten und
Verwandten in Kontakt zu bleiben. Allerdings rechnet man nicht unbedingt mit bester
Funkversorgung, zumal der Handy-Empfang in vielen afrikanischen Ländern auf große
Städte beschränkt ist.
nächste Seite: Mobiles Internet bislang wenig genutzt
In Ägypten sieht es etwas anders aus, wie auch Tests der teltarif.de-Redaktion
gezeigt haben. Neben Vodafone
und MobiNil, die schon seit
Jahren am Nil für Funkempfang sorgen, ist seit dem vergangenen Jahr auch
Etisalat auf dem Mobilfunkmarkt
vertreten. Das Unternehmen nutzt als erster ägyptischer Netzbetreiber im GSM-Bereich
nicht nur den Frequenzbereich um 900 MHz, sondern ist auch auf 1800 MHz
aktiv. Darüber hinaus gibt es bei allen drei Netzbetreibern bereits
UMTS - allerdings ausschließlich in größeren Städten
wie Kairo, Luxor und Assuan.
Nildelta, Sinai und entlang des Nils gute VersorgungEin Blick auf die Versorgungskarten der ägyptischen Netzbetreiber zeigt, dass vor allem das Nildelta im Norden sehr gut versorgt ist. Darüber hinaus sind die Netze entlang des Nils und auf der Halbinsel Sinai vertreten. In der Sahara gibt es dagegen nur "Hotspots" mit Mobilfunk-Empfang. Ansonsten ist die Wüste abseits großer Verbindungsstraßen weitgehend unversorgt. Wer hier telefonieren möchte, ist somit auf ein Satelliten-Handy angewiesen. Wir testeten die Netzabdeckung entlang des Nils zwischen Luxor und Assuan. Wie es die Netzabdeckungskarten versprechen, sind die Netze fast durchgehend zu empfangen. Davon hinterließ Vodafone einen etwas schlechteren Eindruck als MobiNil, während das noch recht neue Etisalat noch größere Lücken aufwies. Handy-Empfang bis zur sudanesischen GrenzeFährt man südlich von Assuan weiter Richtung Abu Simbel, so ist auch hier bis zur sudanesischen Grenze durchgehend guter Handy-Empfang mit MobiNil und Vodafone möglich. Etisalat hat in dieser Region noch große Versorgungslücken und ist erst in Abu Simbel, der letzten Stadt vor der Grenze, wieder mit gutem Signal zu empfangen. Kurios: Vodafone begnügt sich außerhalb der mit UMTS versorgten Gebiete bislang weitgehend mit herkömmlicher GPRS-Versorgung für mobile Datendienste, während Etisalat auch EDGE anbietet. Ausgerechnet mitten in der Sahara, wenige Kilometer vor der Grenze zum Sudan, gab es jedoch eine einzelne EDGE-Zelle von Vodafone.
Die UMTS-Versorgung ist nicht mit Deutschland vergleichbar. In Luxor konnten wir
das 3G-Netz nur von Vodafone und Etisalat beobachten. MobiNil war ledglich in Assuan
mit UMTS vertreten. Begibt man sich jeweils aus dem Stadtkern heraus, so endet die
3G-Funkversorgung recht schnell. Auch die Netzabdeckung in Häusern ist deutlich schlechter
als man es von deutschen Großstädten kennt.
Hightech aus Cupertino: Auch das Apple iPhone 3G gibt es in ÄgyptenIn Ägypten werden hauptsächlich einfachere Handy-Modelle verkauft. In den Shops bekamen wir nur selten Smartphones oder aktuelle Multimedia-Telefone zu sehen. Eine Ausnahme bildet inzwischen das Apple iPhone 3G, das seit einigen Wochen bei Vodafone und MobiNil verkauft wird. Apple musste die Firmware speziell für Ägypten anpassen, um ein Verkaufsverbot zu umgehen. Die ägyptische Regierung gestattet generell keine Navigationsgeräte und somit auch keine Handys mit GPS-Modul. GPS ist in Ägypten dem Militär vorbehalten. Wer als Geräte-Hersteller seine Handys in Ägypten verkaufen möchte, muss somit speziell für dieses Land eine Version anbieten, mit der keine Navigationsfunktionen nutzbar sind. Apple hat softwaremäßig das GPS-Modul im iPhone 3G abgeschaltet und trägt somit den Auflagen der ägyptischen Regierung Rechnung. Hackern soll es allerdings bereits gelungen sein, die Sperre nach einem Jailbreak zu umgehen, so dass das iPhone 3G dann auch wieder zur exakten Standort-Bestimmung genutzt werden kann. Sobald die G-Map-Software oder ein vergleichbares System für Nordafrika verfügbar ist, wäre auch die Navigation möglich.
Der günstigste iPhone-Vertrag kostet bei Vodafone Ägypten umgerechnet knapp 20 Euro
im Monat. Inklusive sind 150 Gesprächsminuten, 50 SMS
und 250 MB Datenverkehr für den Internet-Zugang. Bei MobiNil ist das günstigste
Paket zum Monatspreis von umgerechnet rund 16 Euro zu bekommen. Dabei sind sogar
500 Gesprächsminuten und eine SMS-Flatrate inklusive,
dafür aber nur 100 MB Datentransfer beim Internet-Zugang.
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