teltarif.de MOBIL · DIENSTE · TOUR
Größtes deutschsprachiges Telekommunikations-Magazin *
Newsletter für: 
Festnetz Internet Mobilfunk Handy & Co. mobicroco Meldung Meinung Service 15.02.2012 

Book on Demand: Wenn der Roman aus dem Internet kommt

24.12.2008
12:09

Jeder Autor kann sein Buch selbst in den Handel bringen


Ob Roman, Gedichtband, Sachbuch oder Diplom-Arbeit: Wer der Welt etwas schwarz auf weiß zwischen zwei Buchdeckeln mitteilen möchte, hat es heute nicht mehr schwer, dieses zu veröffentlichen. Spezielle Dienstleister-Verlage gewähren prinzipiell jedem Autoren Zugang zum Büchermarkt. Gedruckt wird immer erst dann, wenn ein Kunde ein Exemplar bestellt. "Book on Demand" heißt dieses Konzept. Einen Bestseller garantiert es aber nicht.

"Dank des günstigen Digitaldruckverfahrens rechnet sich prinzipiell bereits die Herstellung nur eines Exemplars", erklärt Tim Gerber von der in Hannover erscheinenden Zeitschrift "c't". Da sich ein Buch auf diese Weise immer nachdrucken lässt, ist es praktisch nie vergriffen. Es fallen keine Lagerkosten an, und kein Kapital wird unnötig an auf Halde liegenden Büchern gebunden. Allerdings sind die Stückkosten zum Teil dennoch höher als bei Großauflagen.

Der nach eigenen Angaben hierzulande größte Anbieter ist BoD mit Sitz in Norderstedt bei Hamburg, der zum Buchhändler Libri gehört. Verschiedene Tarife stehen zur Auswahl: Bei der "Classic"-Variante zahlen Autoren je Titel einmalig 39 Euro dafür, dass ihr Werk mit einer eigenen ISBN im Buchhandel verfügbar ist. Für das Vorhalten der Druckdaten kommen monatlich zwei Euro hinzu. Titelgestaltung, Satz, Einbandauswahl und weiteres erledigen die Autoren per Online-Zugang auf der BoD-Seite selbst. Mit Hilfe eines Preisrechners entscheiden sie, was ihr Buch kosten soll. Die Herstellungskosten sind vorgegeben.

Von billig bis teuer ist vieles möglich

Beim "Fun"-Tarif fällt hingegen keine Grundgebühr an. Dafür wird auf einen Buchhandelsanschluss verzichtet. Dieses Angebot richtet sich laut BoD an Kunden, die zum Beispiel für Freunde ein Fotoalbum, eine Hochzeitszeitung oder eine Jubiläumsschrift für einen Verein erstellen wollen. Für professionellere Ansprüche ist der "Comfort"-Tarif gedacht. Er kostet 399 Euro pro Werk und umfasst zusätzliche Beratung durch einen Autorenbetreuer. Optional kümmern sich BoD-Mitarbeiter um Layout, Lektorat oder Werbeaktionen. Dafür werden jedoch bis zu mehrere Tausend Euro veranschlagt, die der Autor selbst zahlen muss.

Das Niveau der Werke spielt keine Rolle. "Wir filtern grundsätzlich nicht nach Qualität der Inhalte", erklärt BoD-Sprecherin Friederike Künzel. Das Unternehmen lehnt nur solche Werke ab, die nachweislich illegales Gedankengut bergen. Das Vorbereiten des Manuskripts fordere vom Anwender keine überragenden Computer-Kenntnisse, erläutert Tim Gerber, der sich den Anbieter BoD genauer angeschaut hat. Es müsse lediglich eine PDF-Datei hochgeladen werden, die bestimmte Formatvorgaben zwingend einhält - eine Gratis-Software von BoD hilft dabei. Allerdings empfehle sich für eine anspruchsvolle Buchgestaltung ein zusätzliches sogenanntes DTP-Programm wie etwa das kostenlose "Scribus".

Weitere Anbieter, bei denen Autoren in Eigenregie publizieren können, sind Lulu, Shaker Media, Printyourbook oder der Dienst Ruckzuckbuch. Auch die Buchhandelskette Lehmanns betreibt im Netz einen Dienst für Printing-on-demand. Einige Anbieter sind dem Anschein nach zuverlässiger als andere, zudem schwankt die Lieferfrist der Bücher zwischen wenigen Tagen und mehreren Wochen. Darauf dass sie ihre eigenen Urheberrechte nicht aus der Hand geben, sollten Autoren ebenfalls achten. Eine Orientierungshilfe bieten Erfahrungsberichte unter Adresse www.wege-zum-buch.de. Ein Vergleich lohne sich, sagt Manfred Plinke aus Berlin, von dem das an Autoren und Selbstverleger gerichtete Ratgeberbuch "Mini-Verlag" stammt. "Kosten und Serviceumfang unterscheiden sich zum Teil stark", erklärt der Kleinverleger aus Berlin. Er empfiehlt zudem, alternativ zu Internet-Dienstleistern auch Digitaldruckereien, die es in jeder größeren Stadt gebe, in den Vergleich mit einzubeziehen. Auch sie böten Leistungen wie eine ISBN an.

Der Druck bedeutet noch keine Vermarktung

Doch ohne zusätzliche Mühe besteht für ehrgeizige Autoren auch beim Book-on-Demand-Konzept kaum Aussicht auf Erfolg. "Viele Autoren vernachlässigen, dass die Vermarktung ebenfalls an ihnen hängen bleibt", gibt Plinke zu bedenken. Über die Medien auf sich aufmerksam zu machen oder Geld für Profi-Werbetrommler auszugeben, heißt dann die Losung. "Es gibt ein paar Erfolgsgeschichten, die von Verlagsseite gern hervorgehoben werden." Man dürfe sich aber nicht darauf versteifen, als Selbstverleger reich zu werden.

Ansehen in der Autoren-Szene garantiert ein in Eigenregie publiziertes Werk zudem längst nicht. So verweigert der Verband deutscher Schriftsteller (VdS), ein Bestandteil der Gewerkschaft ver.di, Autoren die Vollmitgliedschaft, die bislang noch nicht bei einem klassischen Verlag publiziert haben. Seit Jüngerem erhalten Autoren, die ihr Potenzial belegen, zumindest einen vorläufigen Kandidatenstatus und dürfen etwa an Sitzungen teilnehmen, heißt es beim VdS in Berlin.

Angebote unserer Partner

Unitymedia: Mach’s 3play: Jetzt die Kombiangebote mit DigitalTV entdecken. Jetzt zugreifen!
Bibliothek und Zeitungsarchiv in der Westentasche
E-Book-Reader sind keine Alleskönner wie moderne Handys, doch die lesefreundliche Darstellung von Texten gelingt den neuen Modellen immer besser. Werden die Leser der Zukunft aufs gedruckte Buch verzichten?
Die neuen E-Book-Reader und Reaktionen der Buchbranche
 
vorherige Meldung Drucken RSS E-Mail nächste Meldung
Anzeige:

Surf-Flat für zuhause und unterwegs. Jetzt bei o2.
Internet Flat 500 + 1 Monat gratis surfen!

Hier klicken!
Nur 27,90€/Monat: 3fach Flat ohne Vertragsbindung!  

Meinungen und Erfahrungen der Community:

Weitere News vom 24.12.2008:

- teltarif.de wünscht "Frohe Weihnachten"
- Book on Demand: Wenn der Roman aus dem Internet kommt
- Heiligabend ist kein Feiertag - so telefonieren Sie günstig
- Alle Meldungen aus der Kalenderwoche, aus der auch obige Meldung ist
- Alle Meldungen der letzten sieben Tage

Werbung

hier klicken!



Tarif-Vergleiche
Prepaid-Tarife der Netzbetreiber
Prepaid-Tarife der Discounter
Prepaid-Karte im Ausland
Roaming mit T-Mobile XtraCard
Roaming mit Vodafone CallYa
Roaming mit E-Plus Free & Easy
Roaming mit o2 LOOP
im Ausland aufladen
Aktuelle News zum Thema Diskussions-Forum
Wann wollen Sie online gehen?
  
Welche Preisangabe?
 Nur Tarife mit längerer Gültigkeit
Genauer Vergleich
Internet-Anbieter
Die Suchmaske unterstützt mehr als 50 Top-Level-Domains (z.B. .de, .at, ch, .fr, .com, .net, .org und viele mehr).
gewünschter Domainname:

powered by xdial.de

 
Alle Texte und Tabellen © 1997 - 2012 teltarif.de Onlineverlag GmbH
[Homepage] · [Unternehmen] · [Impressum/AGB/Ihre Daten] · [Feedback] · [Mediadaten] · [Partnerprogramm] · [Presse] · [Jobs]
*) teltarif.de registrierte zuletzt 1 200 000 Unique User pro durchschnittl. Monat
Quelle: teltarif.de: AGOF internet facts 2011-10, Erwachsene ab 14 Jahre