Österreich: HSDPA ab Januar mit bis zu 28,8 MBit/s
05.12.2008 16:06
Auch Vodafone Deutschland will HSDPA noch schneller machen
Der österreichische Mobilfunk-Netzbetreiber mobilkom austria hat die Implementierung von HSPA+
in seinem UMTS-Netz gestartet. Mit der neuen
Technologie im A1-Netz werden die Datenraten der
aktuell verwendeten Technologien deutlich überschritten, wie das Unternehmen
in Wien mitteilte. So sollen die Spitzenwerte für Downloads bei 28,8 MBit/s
liegen. Ab Januar 2009 startet der Testbetrieb in Wien mit Netzwerktechnologie
von Ericsson und Endgeräten von Huawei Technologies.
Was die Huawei-Modems mit und ohne Vertrag kosten, hat die mobilkom noch
nicht verraten. Der Marktführer unter den österreichischen Mobilfunk-Netzbetreibern
kündigte jedoch bereits an, bis zum zweiten Quartal des kommenden Jahres weitere
Standorte seines Netzes mit dem Datenturbo zu versorgen. Konkrete Angaben zu den
Städten, die über Wien hinaus mit HSPA+ versorgt werden, machte die mobilkom
bislang nicht.
Parallel zur verbesserten Performance baut der Netzbetreiber auch die
UMTS-Abdeckung weiter aus. So
sollen bis Ende nächsten Jahres rund 90 Prozent der österreichischen Bevölkerung
mit dem 3G-Mobilfunknetz inklusive HSDPA
und HSUPA versorgt werden. HSPA+ wird
dagegen nur in stark frequentierten Gebieten ausgebaut.
Vodafone Deutschland plant zunächst HSDPA mit 14,4 MBit/s
In Deutschland beschränken sich die Netzbetreiber in der Fläche derzeit auf
HSDPA mit bis zu 3,6 MBit/s. T-Mobile und
Vodafone bieten punktuell 7,2 MBit/s an, während
es im E-Plus-Netz bislang regulär nur herkömmliches
UMTS gibt, so dass die Kunden maximal mit 384 kBit/s im Internet
surfen können. Erste Nutzer berichten allerdings seit einigen Wochen von
HSDPA-Tests im E-Plus-Netz.
Vodafone hat angekündigt, die HSDPA-Performance
in Teilbereichen seines UMTS-Netzes auf zunächst 14,4 MBit/s zu erweitern.
In einem weiteren Schritt sind ebenfalls bis zu 28,8 MBit/s denkbar.
T-Mobile und o2 haben dagegen bislang noch keine Pläne zur
Einführung von HSPA+ veröffentlicht. Stattdessen setzt T-Mobile auf den UMTS-Nachfolger
LTE, der allerdings noch nicht marktreif ist.
In den letzten Monaten ist bei der Telekom-Mobilfunktochter
zu beobachten, dass der Ausbau des UMTS-Netzes weiter voranschreitet, während
sich das Unternehmen bis vor einigen Monaten auf den flächendeckenden Ausbau
der EDGE-Technologie im GSM-Netz beschränkt hat.
Aktuell hat Vodafone auf die Gesamtfläche Deutschlands betrachtet aber einen
deutlichen Vorsprung bei der UMTS-Netzabdeckung.
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