Brüssel droht Bundesnetzagentur mit rechtlichen Schritten
03.12.2008 13:15
Regulierer soll Details zum Mobilfunk-Interconnect melden
Die EU-Kommission hat von der Bundesnetzagentur
mehr Transparenz bei der Aufsicht des Mobilfunkgeschäfts gefordert.
Die deutsche Regulierungsbehörde müsse eine detaillierte Übersicht zu
den sogenannten Zustellungsentgelten bei der Kommission anmelden,
teilte die EU-Behörde in Brüssel mit. Diese Gebühren
werden unter den Mobilfunkunternehmen erhoben, wenn von einem
Anbieter aus in ein anderes Netz telefoniert wird.
Sollte Deutschland die Daten nicht melden, werde die Kommission
rechtliche Schritte einleiten. In Deutschland seien die
Zustellungsentgelte im europäischen Vergleich relativ hoch.
EU-Medienkommissarin Viviane Reding sagte: "Ich rate der
Bundesnetzagentur dringend, der Kommission unverzüglich die
Zustellungsentgelte der deutschen Mobilfunkbetreiber mitzuteilen."
Die EU-Kommission hat bereits lange das Vorhaben,
diese Interconnection-Kosten
deutlich abzusenken. Die Rede ist von "langfristig" 1 bis 1,5 Cent pro Minute,
aktuell liegen die Kosten je nach Zielnetz zwischen 7,92 und 8,8 Cent (netto) pro Minute.
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