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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 15.02.2012 |
Lycos steht vor dem Aus (aktualisiert)26.11.2008
11:24 Teile des Unternehmen sollen verkauft werden - 500 Mitarbeiter verlieren Job
Der Internetportal-Betreiber Lycos
steht nach Jahren der Verluste vor der Aufgabe. Vorstand und Aufsichtsrat der im
niederländischen Haarlem ansässigen Lycos Europe N.V. beschlossen am
Mittwoch, Teile des Geschäfts zu verkaufen und unprofitable
Aktivitäten zu schließen. Rund 500 der 700 Mitarbeiter werden ihren
Job verlieren, wie das Unternehmen mitteilte. Davon betroffen sind
auch die 230 Angestellten der deutschen Tochtergesellschaft Lycos
Europe GmbH in Gütersloh.
Vollständiger Verkauf von Lycos sei nicht sinnvollGrundlage für diese Entscheidungen war den Angaben zufolge die intensive Überprüfung der Strategie der Lycos Europe seit Ende April 2008. "Diese Analyse hat ergeben, dass ein vollständiger Verkauf des Unternehmens keine vertretbaren Perspektiven bietet", sagte der Vorstandsvorsitzende von Lycos Europe, Christoph Mohn. Die negative Entwicklung am Kapitalmarkt habe eine etwaige Veräußerungslösung zusätzlich belastet. Laut Lycos sollen das Domaingeschäft, das Shoppinggeschäft sowie das dänische Portal verkauft werden, sofern ein angemessener Preis zu erzielen ist. Das unprofitable Webhosting- und Portalgeschäft soll dagegen geschlossen werden. Die entsprechenden Beschlüsse sollen voraussichtlich im Dezember auf einer außerordentlichen Hauptversammlung verabschiedet werden. Mitarbeiter sollen bei Job-Suche unterstützt werden"Obwohl Lycos Europe - gemessen an der Reichweite - zwischenzeitlich größtes europäisches Internet-Portal war, ist es uns nicht gelungen, unsere Geschäftsmodelle in steigendem Maße zu monetarisieren", erklärte Mohn. Er bedaure diese Entwicklung sehr, "da das Lycos-Team hoch qualifiziert, motiviert und engagiert ist". Das Unternehmen werde die Mitarbeiter bei der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz aktiv unterstützen. Zugleich soll auf der Hauptversammlung beschlossen werden, dass den Aktionären aus den verbliebenen liquiden Mitteln 50 Millionen Euro ausgezahlt werden. Hauptaktionäre von Lycos sind die Konzerne Bertelsmann und Telefonica. .
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