Siemens zahlt 255 Millionen Euro an ehemalige Handysparte
26.11.2008 08:50
Konzern schließt Vergleich mit BenQ-Insolvenzverwalter
Der
Technologiekonzern Siemens zahlt an seine ehemalige
Handysparte 255 Millionen Euro: Darauf habe sich das
Unternehmen mit dem BenQ-Insolvenzverwalter Martin Prager
geeinigt, teilte Siemens mit. Siemens hat sich demnach zur
Zahlung von 300 Millionen Euro für die
BenQ-Gläubiger verpflichtet, nach Abzug offener
Forderungen von Siemens selbst an BenQ blieben 255 Millionen
Euro. Der BenQ-Konzern hatte Mitte 2005 das defizitäre
Handy-Geschäft von Siemens übernommen. Der
Neueigentümer konnte die Verluste jedoch nicht
eindämmen und schickte die Tochter in die Insolvenz.
Prager hatte im Sommer angekündigt, eine Klage gegen
Siemens zu prüfen. Bereits zuvor hatte der
Insolvenzverwalter erklärt, es seien im Zusammenhang
mit dem Ausgliederungsvertrag der Handysparte an den
taiwanischen Konzern BenQ eine Reihe von Bewertungsfragen
offen. Er warf Siemens vor, BenQ sei bereits mehrere Monate
vor dem offiziellen Insolvenzantrag zahlungsunfähig
gewesen. Durch die Pleite verloren in Deutschland mehr als
3 000 Beschäftigte ihren Job. Auch zahlreiche Zulieferer
waren betroffen.
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