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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 28.05.2012 |
Nettops: Die günstigen Schreibtischrechner werden noch besser16.11.2008
11:58 Geräte sind für Schreibtischeinsatz und als Zweitrechner gedacht
Weniger ist manchmal mehr. Als Asus den ersten EeePC vor ungefähr einem Jahr in Deutschland auf den
Markt brachte, war der Technikzwerg bei einschlägigen Elektromärkten und
Online-Versandhändlern innerhalb kürzester Zeit ausverkauft. Mit der
Vorstellung der völlig neuen Geräteklasse hatte Asus den Zahn der Zeit getroffen. Klein, günstig und nur das nötigste an
Bord – das Netbook war geboren. Naheliegend, diesen Trend auch auf den Desktop-PC zu übertragen. Mit
Nettops soll der Siegeszug der günstigen Computer fortgeführt werden. Die Chancen stehen dabei nicht schlecht, eine
ähnliche Erfolgsgeschichte zu schreiben wie EeePC und Konsorten. Denn neben dem günstigen Preis punkten die Nettops vor
allem auch mit geringem Stromverbrauch.
Leistungsfähigkeit ist mit der eines normalen PCs nicht vergleichbar
Hardware-Boliden mit einem Verbrauch von 300 bis 400 Watt würden bei selben Nutzungsverhalten mehrere hundert Euro verschlingen. Aber: Aufgabenbereiche und Leistungsfähigkeit sind mit denen eines normalen PCs natürlich nicht vergleichbar. Nettops sind klar für den Schreibtischeinsatz und als Zweitrechner gedacht. Bei Office-Anwendungen, Internet und E-Mail fühlen sich die Technikzwerge am wohlsten, besonders angenehm ist dabei der flüsterleise Betrieb. Aktuelle Computerspiele oder das Abspielen von HD-Videos überfordern die Fähigkeiten von Prozessor und Grafiklösungen allerdings merklich. Dennoch: Wer auf den aktuellsten Ego-Shooter und hochaufgelöstes Videomaterial verzichten kann, wird mit einem Nettop auch im Wohnzimmer glücklich. DVDs schauen, DIVX-Videos abspielen Musik hören oder Fotos betrachten meistert auch ein an den Flachbildfernseher angeschlossener Nettop. Erste Modelle von Asus und MSI sind auf dem MarktIn Deutschland sind seit kurzem die ersten Modelle von Asus und MSI erhältlich. Die Nettops sind in verschiedenen Konfigurationen ab 250 Euro zu haben. Alle Details und vor allem die Unterschiede finden Sie in der folgenden Tabelle. Die Preise berücksichtigen kein Zubehör wie etwa Monitor, Tastatur und Maus.
Zurzeit mit dem Kauf eines Nettops lieber noch wartenUser mit Do-It-Yourself-Ambitionen und vorhandener Windows-XP-Lizenz können noch günstiger in die Nettop-Klasse einsteigen. Intel bietet für knapp 60 Euro Mainboard mit Atom-Prozessor unter der Bezeichnung D945GCLF an. Wer durch Laptop-Upgrades noch Arbeitsspeicher und Festplatte übrig hat, benötigt nur noch ein passendes Gehäuse, womit sich ein Nettop schon für weitaus weniger als 200 Euro realisieren lässt. Alternativ bietet der Hersteller Shuttle ein Barebone-Nettop für knapp 230 Euro an. Das Shuttle XPC-X27 muss allerdings noch mit RAM, Festplatte und optischem Laufwerk ausgerüstet werden. Zu den bereits erhältlichen Geräten werden in den nächsten Monaten weitere Hersteller Nettops auf den Markt bringen, wie etwa Medion mit dem auf der IFA 2008 für Ende diesen Jahres angekündigten Akoya Nettop PC E2005 D. Wer beabsichtigt, einen Nettop-Rechner anzuschaffen, ist gut beraten, noch das bevorstehende Weihnachtsgeschäft abzuwarten. Sobald mehr Hersteller Nettops im Angebot haben, wird sich sicherlich nicht nur der Siegeszug der Netbooks auf die Schreibtischrechner übertragen lassen sondern auch die sinkenden Preise. Zudem hat Intel bereits eine Dual-Core-Version des Atom-Prozessors vorgestellt, welcher schnell in neuen Nettops Einzug finden wird.
Sebastian Friedrich
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