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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 26.05.2012 |
Anonym durchs Internet: So gehts09.11.2008
14:12 Verschiedenste Lösungen verfügbarInhaltsverzeichnis:1. Schutz der Privatsphäre gegen Hacker, Behörden und Chefs2. Tunnellösung: Ideal für Hotspots 3. Probleme auf Fremd-PCs
Websurfer sind ein beliebtes Spionageziel - nicht nur von Hackern. Auch manch ein Chef
oder misstrauischer Ehegatte möchte gerne wissen, was seine Angestellten oder der Ehepartner
im Internet so treibt. Selbst der Staat hat Interesse an den Webseiten, die seine Einwohner
ansteuern. Zwar schaut er den Bürgern nicht ununterbrochen auf die Finger, könnte das aber
nachträglich tun, seit er die Provider verpflichtet hat, den Datenverkehr seiner Kunden für
ein halbes Jahr zu speichern.
nächste Seite: Tunnellösung: Ideal für Hotspots
Auch wenn man nichts zu verbergen hat, kann einem ganz schön mulmig werden bei dem Gedanken, dass jemand einem beim Surfen quasi über die Schulter guckt und im schlimmsten Fall sogar Daten stiehlt und missbraucht. Kann man dem nicht entgehen? Doch! Wer möchte, kann vollkommen anonym surfen, so dass Hacker, Behörden und die Chefetage keine Chance haben, die Spuren im Netz zu verfolgen. Anonymisierungsdienste
Einen ähnlichen Service bietet das ebenfalls kostenlose Tor-Netzwerk. Jedoch mit einem großen Unterschied: Die vermittelnden Proxy-Server stehen nicht zentral an einem Ort, sondern sind über die ganze Welt verteilt. Das zu installierende Programm schickt die Anfragen an zufällig ausgewählte Rechner, welche die Anfrage ins Internet weiterleiten. Das steigert die Anonymität, da sich der Weg mit keinen Mitteln zurückverfolgen lässt. Nachteil jedoch: Da dem Nutzer die Betreiber der jeweiligen Server unbekannt sind, weiß er auch nicht wie vertrauenswürdig diese sind und wie sie mit den Daten umgehen. Sicher kann nur sein, wer ausschließlich verschlüsselte Webseiten aufruft, die mit https beginnen. Weiterer Nachteil: Das Tor-Netzwerk ist langsamer als JonDo/Jap. Netz im NetzEinen anderen Ansatz verfolgt das Projekt I2P. Hier stellt man anonymes und sicheres Surfen dadurch sicher, dass man ein eigenes Netzwerk schafft, welches das Internet lediglich als Transportmittel nutzt. Neben der kostenlosen Software ist ein Router erforderlich, der auch zur Weiterleitung von Anfragen anderer im I2P-Netzwerk beteiligter Rechner verwendet wird. Alle beteiligten PCs kommunizieren nur verschlüsselt miteinander. Das System benötigt Java und zudem entsprechend angepasste Spezialprogramme zum Surfen oder E-Mailen. Dadurch dass keine Verbindung in das Internet besteht, ist die Kommunikation sicherer als bei den zuvor genannten Lösungen. Wer möchte kann aber auch ein wenig unsicherer leben, die angeschlossenen Router der Teilnehmer als Proxy-Server verwenden und seine gewohnten Programme weiternutzen.
Auch Freenet, nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Provider, setzt
auf ein eigenständiges Netz innerhalb des Internets. Dieses funktioniert als Peer-to-Peer-Netzwerk, ähnlich
wie Torrent-Netze. Die Teilnahme sowie die nötige Software sind auch hier kostenlos. Die Konfiguration und
Nutzung ist ein wenig aufwendiger als bei den bereits genannten Anbietern. Zudem ist dieses Netz das
langsamste der bisher vorgestellten. Dafür bietet es ein Höchstmaß an Sicherheit. So sind etwa innerhalb
des Freenet kleine Privatnetze konfigurierbar, die niemand einsehen kann. Die Nutzer können ihre gewohnten
Webprogramme weiternutzen. Für einige Dienste, etwa das Hochladen von Daten, sind jedoch spezielle Programme
nötig. Damit das Freenet funktioniert, muss jeder Teilnehmer einen großen Teil seiner Festplatte, idealerweise
mehrere Gigabyte, als Zwischenspeicher bereitstellen. Da dieser für sämtliche Teilnehmer zur Verfügung steht,
muss der PC rund um die Uhr in Betrieb sein.
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