Als Folge des
Datendiebstahls bei
T-Mobile legt
Deutschland-Chef Philipp Humm sein Amt als Sprecher der
Geschäftsführung der
Telekom-Tochter
nieder. Unabhängig von der
rechtlichen Beurteilung übernehme Humm "die Verantwortung für die
jüngsten Datenvorfälle und deren Aufarbeitung bei der T-Mobile
Deutschland", teilte das Unternehmen in Bonn mit. Humm
werde sich in Zukunft auf seine erweiterten Vertriebsaufgaben
konzentrieren.
Der künftige Sprecher der Geschäftsführung solle für
die Bereiche Recht, Datenschutz und Unternehmenssicherheit zuständig
sein, aber nicht mehr zusätzlich für den Vertrieb. Durch die
Auflösung der Doppelfunktion solle dem Thema Datenschutz eine höhere
Aufmerksamkeit verliehen werden, hieß es. Der neue Sprecher solle
möglichst zügig berufen werden.
Die Deutsche Telekom hatte Ende Oktober eine erneute
missbräuchliche Auswertung von Verbindungsdaten eingeräumt. Bei den
internen Ermittlungen nach dem Diebstahl von 17 Millionen Kundendaten
von T-Mobile seien im Jahr 2006
Verbindungsdaten von etwa 20 Personen
überprüft worden, sagte der neubestellte Vorstand für Datenschutz,
Manfred Balz. Dies sei jetzt durch interne Hinweise bekannt geworden.
Zudem seien mindestens einmal Verbindungsdaten von einem inländischen
Konkurrenten von T-Mobile sowie von einem ausländischen Unternehmen
beschafft worden.
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