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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | teltarif.de | 16.03.2010 |
Die einen wollen sie nicht hergeben, die
anderen beanspruchen sie für sich: Um überschüssige
Rundfunkfrequenzen, die sogenannte digitale Dividende, wird derzeit
heftig gestritten. Bundesregierung, Rundfunk- und Medienanstalten,
Telekom-Konzerne, EU-Kommissare und Bundesnetzagentur bringen sich in
Stellung. Es geht um den Zugang zum schnellen Internet auch im
letzten Winkel der Republik.
Rund 800 000 Haushalte, schätzt die Bundesregierung, seien derzeit noch vom schnellen Internet abgekoppelt. Über 600 Gemeinden, insbesondere in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz, könnten von der Informationsgesellschaft auf Dauer abgehängt werden. Nach Angaben des Telekom-Verbandes VATM verfügen in Deutschland derzeit fünf Millionen Menschen in 2 200 Gemeinden über kein Breitband-Internet. Es droht die digitale Spaltung des Landes. Telekom-Unternehmen haben in den vergangenen Jahren einiges unternommen, um Menschen in dünn besiedelten Gebieten mit auf die Breitband-Autobahn zu nehmen. "Wir werden bis Ende 2008 rund 96 Prozent aller Haushalte mit DSL versorgen", sagt Telekom-Festnetzchef Timotheus Höttges. Doch auch für die Telekom hat ein DSL-Ausbau auf dem Land wirtschaftliche Grenzen. Da kommt die "digitale Dividende" den Unternehmen gerade recht. Die überschüssigen Frequenzen sind entstanden durch die Umstellung des Rundfunks von der analogen auf die digitale Technik. Die EU schätzt, dass die Anstalten hierdurch nur noch ein Sechstel der Frequenzen benötigen.
Das ewige Dilemma: Keiner will verzichten
"Ein Ausbau wird teuer, egal wer das macht"
Genau dies hat sich die Aktionsgruppe "Rundfunk und digitale
Dividende" aller Landesmedienanstalten vorgenommen. Es gehe darum,
den Frequenzbedarf des Rundfunks zu sichern und die Chancen der
Breitbandversorgung im ländlichen Raum zu analysieren. Die
Digitalisierung biete Rundfunk und Breitband-Internet neue
Möglichkeiten, erklärte der Vorsitzende der Direktorenkonferenz der
Landesmedienanstalten (DLM), Thomas Jungheinrich im Juni. Das
Internet entwickle sich mehr und mehr neben Kabel, Satellit und
Antenne zu einem vierten Übertragungsweg. Weitere Artikel zur digitalen Dividende
08.03.10 - Erster Antrag gegen Versteigerung von Funkfrequenzen erfolglos
05.03.10 - Frequenzversteigerung: Keine neuen Netzbetreiber 03.03.10 - Digitale Dividende: Telekom und E-Plus offenbar mit selbem Berater 02.03.10 - Staatssekretär: "Wollen Glasfaserkabel in jedem Haushalt" 28.02.10 - WiWo: BNetzA-Chef rechnet mit geringerem Erlös bei Auktion 08.02.10 - Neue Breitband-Frequenzen werden am 12. April versteigert 24.01.10 - Editorial: Langsam wird die kommende Mobilfunkauktion spannend 21.01.10 - Sechs Bieter bewerben sich um Mobilfunklizenzen dpa / Marie-Anne Winter
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