Google will seine führende
Rolle im Online-Anzeigenmarkt mit neuen Werbeformen ausbauen.
Über das neue Programm
"Adsense for Games" könnten Anbieter von Online-Spielen künftig auch
Werbe-Videos in ihren Spielen einblenden, kündigte der weltweit
führende Suchmaschinen-Betreiber an. Zudem will Google
seine Video-Plattform
YouTube endlich rentabel machen. Das System
"Click to buy" soll YouTube-Nutzern ermöglichen, über Anzeigen in
Musik-Videos den jeweiligen Song mit einem Klick direkt bei Apples
iTunes-Store oder über
Amazon.com zu kaufen.
Google hatte YouTube 2006 für mehr als 1,7 Milliarden Dollar
gekauft. Bislang blieben die Werbeeinnahmen
über YouTube deutlich
unter den Erwartungen.
Die neue Werbeform in Online-Spielen soll zunächst in einer
Beta-Version nur in den USA verfügbar sein. Online-Spiele erfreuen sich
einer stetig wachsenden Beliebtheit. Wöchentlich würden sie von über
25 Prozent der Internet-Nutzer genutzt, berichtete Google.
Marktforscher wie ComScore gingen davon aus, dass die Nutzerschaft
jährlich um weitere 17 Prozent zulegen wird. Mit Werbung in Form von
Text- und Bild-Einblendungen sowie interaktiven Videos könnten über
das neue Werbeangebot mehr als 200 Millionen Menschen angesprochen
werden, hieß es.
Auch hierzulande gilt das "In-game advertising" als immens
wachsender Markt für die Spiele-Branche. Zuletzt hatte der
BITKOM
ermittelt, dass in Deutschland jeder dritte Internet-Nutzer online
spiele. Für das "Adsense-for-Games"-Programm arbeitet Google nach
eigenen Angaben zunächst eng mit Spiele-Produzenten wie Konami,
Playfish und Demand Media zusammen. Zu den ersten Werbekunden
gehörten der Telekom-Konzern Sprint, der amerikanische
Kfz-Versicherer Esurance sowie Sony Pictures.
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