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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 29.05.2012 |
Datenklau bei T-Mobile: Bedeutung und Folgen für den Kunden04.10.2008
14:39 Kostenlose Hotline und auf Wunsch kostenloser RufnummerntauschInhaltsverzeichnis:1. Kunden verunsichert - Telekom beschwichtigt2. Sicherheitsloch: Kundenkennwort?
Die Meldung des Spiegels heute Morgen, dass man über einen Strohmann
an 17 Millionen Kundendaten von Prepaid-
und Vertragskunden aus dem Jahre 2006
gelangt sei, schlug ein wie eine Bombe:
Google-News findet
in der letzten Stunde nicht weniger als 250 Treffer mit aktuellen Texten zu diesem Bereich.
Prominente, Politiker, Sicherheitsexperten und nicht zuletzt fast
jeder zweite Kunde von T-Mobile des Jahres 2006
dürften erst einmal aufgeschreckt sein
und mit einem flauen Gefühl im Magen an ihre Privatsphäre denken.
Zwar sind keine Verbindungs- oder Abrechnungsdaten bei der Mobilfunktochter
der Deutschen Telekom gestohlen worden, jedoch
enthalten die Kundenstammdaten auch so manches Detail, was nicht für jedermann
bestimmt war. Nicht nur Prominente und Politiker veröffentlichen nur ungern
die Adresse ihres eigenen Hauses, auch manch andere Personen achtet hier
auf Privatsphäre - nicht umsonst gibt es die Option, den Eintrag im Telefonbuch
zu kürzen oder gänzlich darauf zu verzichten.
nächste Seite: Sicherheitsloch: Kundenkennwort?
Telekom ist selbst Betroffener - Unternehmen beschwichtigtFreilich beschwichtigt der Telekom-Sprecher Frank Domagalla gegenüber teltarif.de am Samstagmittag und betont, dass sein Unternehmen selbst aufs Übelste betrogen wurde. Ein Datendiebstahl solchen Ausmaßes sei "kein Kavaliersdelikt". Im Interesse der Verbrechensaufklärung hatte man sich zunächst entschieden, nicht an die Öffentlichkeit zu treten, zumal keine Anzeichen bis zur Veröffentlichung des Spiegels vorlagen, dass die Daten von etwa jedem zweiten Kunden aus dem Jahre 2006 illegal angeboten und verwendet worden seien. Es habe auch keine Anrufe besorgter Kunden an der Hotline gegeben, die sich über die "Enttarnung ihrer Mobilfunk-Rufnummer" beschwert hätten. Daher habe man sich zur Zusammenarbeit mit den Strafermittlungsbehörden zur Verbrechensbekämpfung entschieden und sei ausdrücklich nicht an die Öffentlichkeit gegangen. Insoweit appellierte Domagalla so wörtlich, "der Deutschen Telekom zu glauben, dass uns der Datenschutz und der Schutz der Privatsphäre unserer Kunden außerordentlich wichtig ist." Kostenlose Hotline - auf Wunsch: kostenloser RufnummerntauschDie Telekom-Tochter T-Mobile hat für ihre Kunden im Zusammenhang mit dem Datendiebstahl eine kostenlose Hotline eingerichtet. Unter der 0800 330 034 505 können besorgte Kunden ihre Fragen stellen. Die wahrscheinlich brennendste aller Fragen, nämlich ob die eigene Nummer bzw. Kundendaten vom Datenklau betroffen sind oder nicht, kann die Hotline aber leider nicht beantworten, da der Hotline keine Liste der entwendeten Nummern vorliegt. Kunden können auf Wunsch auch ihre Mobilfunknummer ändern lassen. Dieser Service ist ebenso kostenlos. Die neue Nummer soll schnellstmöglich geschaltet werden. Die genaue Umschaltzeit ist vom Umfang der Kundennachfrage abhängig. Domagalla wollte hier keine Prognosen abgeben, wieviele Kunden voraussichtlich diesen Service in Anspruch nehmen werden.
Weiterhin hat die Deutsche Telekom für ihre Kunden und die Öffentlichkeit
kurzfristig eine Liste mit Fragen und Antworten zum Datendiebstahl ins Netz
gestellt.
Ebenso geht die Telekom mittlerweile auch in der eigenen Kommunikation
offener und direkt mit dem Thema um: So findet der Nutzer auf der
Internetseite www.telekom.de
eine deutlich platzierte Hinweisbox mit Links zu weiteren Informationen,
bei der Mobilfunktochter T-Mobile fehlt dieser Hinweis indes noch.
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