Galileo

Galileo-Satellit war zwei Wochen außer Betrieb

Grund dafür sei extrem hohe Weltraumstrahlung gewesen
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Der zweite im Weltall befindliche Testsatellit für das europäische Navigationsnetz Galileo ist im September für zwei Wochen ausgefallen. Dies bestätigte ein Sprecher der europäischen Weltraumbehörde ESA.

Wie die Financial Times Deutschland (FTD) vorab berichtet, habe sich der unter Regie des Raumfahrtkonzerns Astrium gebaute Satellit Giove-B nach extrem hohen Weltraumstrahlungen am 9. September automatisch in einen Sicherheitsmodus geschaltet. Nach umfangreichen Prüfungen nahm der Satellit dann am 24. September seine Tätigkeit wieder auf. Inzwischen arbeite der Satellit wieder normal, sagte der ESA-Sprecher. "Das ist nichts, was uns beunruhigt."

Nach Angaben der ESA komme "es häufiger vor, dass sich Satelliten zeitweise abschalten." Möglicherweise sei die Sensorik für die Abschaltung zu empfindlich eingestellt gewesen. In Branchenkreisen hieß es allerdings, dass ein zweiwöchiger Ausfall eines Satelliten eine Ausnahme darstelle. Ein Astrium-Sprecher betonte, dass der Satellit "Giove-B" ein Testsatellit sei und daher noch nicht die endgültige Technik und Auslegung für die Serienproduktion habe.

Für das Galileo-Netz fliegen erst zwei Testsatelliten: Ende Dezember 2005 wurde Giove-A gestartet, der von der kleinen britischen Firma Surrey Satellite Technology (SSTL) gebaut wurde. Giove-A sollte vor allem die Frequenzen im All zur Ausstrahlung im rechtlichen Sinn absichern. Technische Ausfälle dieses Satelliten wurden bisher nicht bekannt. Ende April 2008 folgte dann der von Astrium gebaute Giove-B, der technisch aufwendiger konstruiert ist.