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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | teltarif.de | 22.03.2010 |
EU-Kommissarin Reding will es gern übersichtlich. Deswegen fordert
sie eine europäische Regulierungsbehörde.
Doch eine entsprechende Super-Behörde, die in allen Ländern bei Bedarf
Vorleistungs- und Endkundenentgelte vorschreiben könnte, ist vorerst
am Widerstand des EU-Parlaments gescheitert.
Ganz vom Tisch sind die Pläne aber nicht, es soll nun eine
schlanke Agentur für Regulierung
geschaffen werden, die die nationalen Regulierer beraten und
koordinieren soll. Es wäre aber keine für Europa ungewöhnliche
Entwicklung, wenn diese Agentur nicht doch im Laufe der Jahre
deutlich "fetter" wird, und zwar sowohl beim Etat als auch bei
Aufgaben und Einflussmöglichkeiten.
Auch sonst sind die derzeit geplanten EU-Tk-Regeln alles andere als einfach: EU-Roaming-SMS, also Kurznachrichten vom EU-Ausland in ein anderes EU-Land, sollten künftig wie derzeit schon für EU-Roaminganrufe auf Vorleistungs- wie auf Endverbraucherebene einer Preisbeschränkung unterliegen. Für Roaminganrufe wird ab 2012 ein weiterer Preisschritt vorgegeben, zudem die sekundengenaue Abrechnung (eingehende Verbindungen, also Weiterleitungen aus dem Heimatland) bzw. der 30/1-Takt (abgehende Verbindungen) eingeführt. Für mobile Datentransfers sollen hingegen vorerst nur die Vorleistungsentgelte gesetzlich festgelegt werden. Dafür sollen Verbraucher die Möglichkeit erhalten, eine monatliche Rechnungsobergrenze festzulegen, wohl aber nur für Datenverbindungen. Definitiv sind alle genannten Maßnahmen vorteilhaft für die Verbraucher: Roaming ist überteuert, egal, ob Sprachverbindungen zu Festnetz- oder Mobilrufnummern, Sprachverbindungen zu Servicerufnummern, SMS zu anderen Handys, SMS zu Servicenummern, MMS oder mobiler Internetzugang. Doch ist die gewählte Umsetzung per "Roaming-Sozialismus", staatlich verordneter Verbraucherpreise, wenig sinnvoll. Das beginnt schon damit, dass nur drei der vorgenannten sechs Dienste reguliert werden, und auch nur für Verbindungen vom Ausland, nicht für Verbindungen ins Ausland, wo bei den meisten Verträgen und Prepaidkarten weiterhin kräftig abkassiert wird. Kostenfallen für die Verbraucher bleiben also genug!
Mal schnell ins ausländische Netz einbuchen!? 1 2
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