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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 13.02.2012 |
Alternative zum Akku: Brennstoffzellen für mobile Elektronik21.09.2008
17:12 Beginn der steckdosen– und netzteillosen Zukunft offen
In Hosentaschen und Rucksäcken ist es echt eng geworden in den letzten
Jahren: Zum Portemonnaie und Schlüsselbund gesellen sich immer mehr
elektronische Gegenstände, die uns durch den Alltag begleiten.
Handy, MP3-Player, Digitalkamera und Laptop haben
viele Digitalnomaden immer und überall dabei. Neben vollgestopften
Taschen stellen uns die elektronischen Geräte aber vor allem vor die
Herausforderung der Energieversorgung, denn ohne regelmäßiges Nachladen
an der Steckdose verweigert jeder Akku
früher oder später seinen mobilen Dienst. Abhilfe versprechen
Brennstoffzellen, denn statt Strom nur zu speichern, wie ein Akku,
erzeugen sie ihn und das sogar besonders effektiv.
Statt über Umwege Strom zu erzeugen, wie etwa das Verbrennen von Benzin, um die Lichtmaschine in einem Auto anzutreiben, nutzt die Brennstoffzelle eine elektrochemische Vorrichtung, die die vorhandene chemische Energie, wie etwa in Wasserstoff vorhanden, unmittelbar in Strom wandelt. Dies hat nicht nur einen extrem hohen Wirkungsgrad, sondern geschieht auch völlig geräuschlos und ohne Emission. Und das Beste daran: Die Mini-Kraftwerke passen auch in das Handy oder das Laptop: "Man kann Brennstoffzellen in sehr verschiedenen Formen bauen, auch in der äußeren Gestalt eines Notebook-Akkus. Wie groß es am Ende wird, hängt auch davon ab, wie viel Brennstoff man mitgeben will. Je kleiner, desto öfter muss man nachladen", sagt Ulrich Schmidtchen vom Deutschen Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband (DWV). Nachladen? Richtig – Denn auch Brennstoffzellen geht irgendwann im wahrsten Sinne des Wortes der Saft aus und die im Wasserstoff oder Methanol vorhandene chemische Energie neigt sich dem Ende. Im Gegensatz zu einem Akku muss dann allerdings nicht stundenlang nachgeladen, sondern lediglich kurz "aufgetankt" werden, um die Brennstoffzelle mit neuem Brennstoff zu versorgen. Dabei werden momentan Lösungen erprobt, die den Tinten-Patronen von Füllfederhaltern ähneln – also Klappe auf, Patrone rein und der Strom fliest wieder. Brennstoffzelle verspricht längere Laufzeit"In der Praxis verspricht die Brennstoffzelle längere Laufzeiten für elektrische Geräte aller Art", sagt der Experte. Handys mit Brennstoffzelle werden demzufolge eine Verdoppelung der Laufzeit bei ungefähr gleicher Baugröße erfahren. Die lassen allerdings mit Marktreife seit Jahren auf sich warten, obwohl verschiedene Hersteller in regelmäßigen Abständen "marktreife Prototypen" vorstellen, werden sich Kunden noch gedulden müssen. Woran liegt das? "Die Produkte werden erst auf den Markt kommen, wenn sie in den Kosten mit den Akkus konkurrenzfähig sind, sonst kauft es ja keiner", sagt Schmidtchen. "Da ein Akku eine relativ teure Methode ist, sich mit Energie zu versorgen, erwartet man eigentlich im Bereich tragbarer Elektronik einen recht frühen Gleichstand. Die Kosten werden dann natürlich mit der Massenproduktion erheblich sinken, so wie bei allen Produkten", fügt der Experte hinzu. Noch ist das Brennstoffzellen betriebene Handy oder Laptop also Zukunftsmusik, dennoch wagt der Sprecher des DWV schon jetzt einen Blick in die Zukunft der normalen Akkus und prognostiziert eine friedliche Koexistenz mit der Brennstoffzelle: "Die Brennstoffzelle wird sich langfristig zwar vom Batteriemarkt einen ansehnlichen Teil abschneiden, aber sie nicht verdrängen. Im Falle einer mit Brennstoffzellen betriebenen Akku-Ladestation werden sie sogar zusammen wirken". Sebastian Friedrich
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