Wer noch vor einigen Jahren Radio aus aller Welt hören wollte, war auf einen
Weltempfänger angewiesen. Dabei handelt es sich um Radiogeräte, mit denen vor
allem der Lang-, Mittel- und Kurzwellenbereich in bestmöglicher Qualität
empfangen wird. Damit sind auch heute nach Radio-Sendungen aus fast allen
europäischen Ländern und auch aus Übersee zu empfangen - allerdings in technisch
nicht mehr zeitgemäßer Qualität.
Eine Alternative zum Radio- und sogar Fernsehempfang aus dem In- und
Ausland ist schon seit Ende der 80er Jahre der Satellitenfunk. In den letzten
Jahren bietet aber auch das Internet eine immer größere
Programmvielfalt. Eine fünfstellige Anzahl von
Radioprogrammen ist inzwischen über das World Wide Web zu empfangen. Dabei
handelt es sich um öffentlich-rechtliche und private Sender, Propaganda-Stationen
und Unterhaltungsprogramme.

Seit mehr als zwei Jahren erhältlich: Das Noxon 2 Audio von Terratec
Neben Anbietern, die man auch vom herkömmlichen Radio kennt, gibt es auch
eine große Anzahl von reinen Internet-Programmen. Darunter sind reine Musikabspiel-Stationen,
aber auch professionelle Sender, die rund um die Uhr moderierte Sendungen
ausstrahlen. So ist es kein Problem, über verschiedene Formatradios immer genau
die Musik zu hören, die einem gerade gefällt oder aber auch die mitreißenden
Reportagen brasilianischer Sportreporter zu verfolgen oder afrikanische
Stammesgesänge zu erleben.
Dank breitbandiger Streams und DSL-Anschlüssen ist
die anfangs noch sehr eingeschränkte Übertragungsqualität bei vielen Sendern
mittlerweile mit dem UKW-Rundfunk vergleichbar. Außerdem müssen Hörer dank der
WLAN-Radios, die es in immer größerer Zahl von vielen Herstellern
gibt, nicht mehr zwingend den Computer einschalten, um Radio aus dem World Wide
Web zu hören. Darüber, welche Empfänger-Plattformen es gibt und was man mit den
jeweiligen Geräten hören kann, berichten wir in unserem heutigen Ratgeber.
Terratec bietet seine Noxon-Empfänger schon seit mehreren Jahren an
Zu den ältesten WLAN-Radio-Anbietern zählt die deutsche Firma Terratec. Schon vor einigen Jahren brachte sie mit dem ersten
Noxon-Empfänger ein Radio auf den Markt, das im MP3-Format übertragene Internetradios
wiedergibt. Vor gut zwei Jahren kam der weiterentwickelte Noxon 2 Audio
auf den Markt. Damit konnten auch Programme empfangen werden, die neben MP3 das
Windows-Media-Format nutzen. Nach einem Software-Update sind seit dem vergangenen
Jahr auch Programme zu empfangen, die AAC+ und Ogg Forbis als Übertragungsnorm
verwenden.

Radios mit iPod-Unterstützung kosten knapp 300 Euro
Die Unterstützung mehrerer Übertragungsnormen ist wichtig, denn nicht alle
Sender verwenden das gleiche Sendeformat. Möchte man möglichst viele Programme mit
nur einem Gerät empfangen, so muss dieses demnach mehrere Normen beherrschen.
Dem Noxon 2 Audio und auch allen anderen Noxon-Modellen fehlt das
Real-Audio-System - früher das meistgenutzte Übertragungsformat für Internetradio.
Die Lizenzrechte, die Real verlange, seien zu teuer, so die Begründung.
Allerdings gibt es immer weniger Programme, die ausschließlich in Real
Audio senden. Einzig Fans der britischen BBC sind auf diese Norm angewiesen. Zwar bietet die BBC ihre
Streams auch in Windows Media an - aus urheberrechtlichen Gründen allerdings
nur für Hörer innerhalb von Großbritannien.
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