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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 14.02.2012 |
Powerline: Die dritte Kraft fürs heimische Netzwerk03.09.2008
10:41 Alternative neben Kabel- und WLAN-Übertragung
Die Zeit der "einsamen" PCs ist lange vorbei. Wer nicht schon ein lokales Netzwerk sein Eigen
nennt, verfügt meist zumindest über einen Breitband-Anschluss
per DSL oder das TV-Kabel. Da die
Breitband-Zugänge nicht immer dort sind, wo der PC seinen Platz hat, muss ein Netzwerk
her. Neben dem Netzwerkkabel und dem drahtlosen WLAN ist
Powerline eine Alternative.
nächste Seite: Die Installation und die Kosten
Kabel gewährleisten die sicherste und schnellste Übertragung. Leider sind sie nicht gerade eine Zierde für das Wohnzimmer, und die fachgerechte Verlegung ist nicht immer ganz einfach. Die Alternative WLAN leidet unter verschiedenen Einschränkungen, denn WLAN ist Funk und damit nicht nur Strahlungsgegnern suspekt. Auch mit der Sicherheit der Daten gibt es potenziell Probleme bei der drahtlosen Übertragung. Zudem hält sich die Ausbreitung der Funkwellen nicht immer an die Wünsche der Nutzer, denn bauliche Gegebenheiten beeinträchtigen die Funkausbreitung. So ist womöglich der PC im Zimmer nebenan nicht erreichbar, wohl aber der Laptop in der Nachbarwohnung. Powerline hat diese Nachteile nicht. Die Technik
Zwei Chiphersteller kämpfen um die Technologieführerschaft: Intellon aus den USA und DS/2 aus Spanien. Derzeit liefern beide Hersteller Chips mit einer Brutto-Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu 200 MBit/s. Bei DS/2 wird bereits laut über 400 MBit/s gesprochen. Interessanter ist jedoch die Netto-Übertragungsgeschwindigkeit, also die Menge an Daten, die man als "Nutzlast" übertragen kann. Als Faustformel geht man von knapp unter 50 Prozent der Bruttorate aus. Die so verfügbaren 100 MBit/s entsprechen dem so genannten Fast-Ethernet, also dem noch oft anzutreffenden Standard beim Kabel-gebundenen Netzwerk zu Hause und im Büro. Mit dem zehnmal schnelleren Gigabit-Ethernet kommt Powerline hingegen nicht mit. Dessen hohe Datenrate wird aber nur dann benötigt, wenn große Dateien in einem Rutsch übertragen werden sollen, beispielsweise zwischen Client-PCs und Dateiservern. Streaming-Anwendungen - selbst Hochauflösendes Fernsehen (HDTV) benötigt bei Übertragung über ein Netzwerk in der Regel nicht mehr als 25 MBit/s - sind für Powerline nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis kein Problem.
Im Handel und bei eBay werden noch ältere Adapter angeboten, die nur 85 MBit/s oder sogar nur
14 MBit/s übertragen. Diese Geräte sind nur wenige Euro billiger als moderne 200-MBit/s-Typen.
Es lohnt nicht, diese Geräte zu kaufen. Im Zweifel handelt man sich – besonders bei gemischtem
Betrieb – Kompatibilitätsprobleme ein.
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