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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 10.02.2012 |
Browser-Games hebeln Jugendschutz aus24.08.2008
10:06 Anmeldung erfolgt auf Selbstauskunft der Spieler
Der Markt mit für den Anwender kostenfreien Online-Spielen boomt.
Die sogenannten Browser-Games verzeichnen laut der
A.T. Kearney GmbH
zurzeit die höchste Wachstumsrate auf dem Spielemarkt. Um ein Browser-Game zu starten, benötigt der Spieler nebst einer E-Mail-Adresse (bei vielen Anbietern kann dies sogar eine fiktive sein) nur einen Internetzugang und einen
Browser. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen
(vzvb) hat sich in seinem Themenportal für
Verbraucherbildung mit dem Thema Jugendschutz bei Online-Spielen auseinandergesetzt. Ein Problem besteht nach Ansicht der vzvb darin, dass die freiwillige Selbstkontrolle für Unterhaltungssoftware
USK bei Online-Spielen nicht greift und Jugendliche und Kinder so nicht ausreichend geschützt werden. Die Daten zur Anmeldung basieren auf den Selbstauskünften der Spieler, sodass Altersgrenzen leicht umgangen werden können. Schüler, bei denen das Taschengeld oft knapp ist, sind eine große Zielgruppe für kostenlose Browser-Spiele. Ein internetfähiger PC mit
Surf-Flatrate ist heute in den meisten Familien vorhanden.
Rollenspiele können zum Spiel-Zwang führenOnline-Rollenspiele, wie sie auch in Form von Browser-Games angeboten werden, haben eine quasi endlose Handlung. Damit sei laut vzbv ein zentrales Spielgesetz gebrochen. Da ein Abbruch des Spiels schnell mit dem Gefühl einher gehe, wichtige Spielzüge zu verpassen, könnten solche Spiele direkt in die Spiel- oder Onlinesucht führen.
Medienkompetenz von Kindern und Eltern stärkenDa Kinder heute mit dem Internet aufwachsen, ist es wichtig, sie auch frühzeitig vor den möglichen Gefahren zu warnen. So sind auch auf der Games Convention Kinder- und Jugendschützer der Stadt Leipzig vertreten, um Minderjährige und deren Eltern über mögliche Suchtrisiken aufzuklären. Eltern sollten sich die Zeit nehmen, die Anmeldung und gegebenenfalls das erste Level mit den Kindern gemeinsam durchzugehen. Ebenso sollten sie mit ihren Kindern ein Wochenlimit an Spielstunden vereinbaren. Empfehlenswert sind daher laut vzbv solche Spiele, bei denen es möglich ist, Mehrspieler-Accounts anzulegen. Das heißt, mehrere Spieler steuern einen Charakter, und das eigene Spielekonto kann von einer Art "Urlaubsvertretung" verwaltet werden. Das nimmt vor allem Jugendlichen den Druck, "immer on" zu sein. Kinder unter zehn Jahren sollten in der Regel nur pädagogisch betreute Kinderportale wie Blinde-Kuh.de besuchen. Weitere Artikel zur Games-Convention 2008
24.08.08 - Browser-Games hebeln Jugendschutz aus |
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