Handy-Porto

Handy-Porto der Deutschen Post im Test

Wer es bequem haben will, muss zahlen
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Der von der Deutschen Post seit wenigen Tagen angebotene Handy-Porto-Service funktionierte in einem Test von teltarif.de einwandfrei.

Für den Service, der vorläufig nur bei T-Mobile und Vodafone verfügbar ist, muss eine SMS mit dem Text "Brief" oder "Karte" an die Kurzwahl 22122 versandt werden. Als Antwort erhält man einen 12-stelligen Code, der in 3 Blöcken à 4 Ziffern angeordnet ist und einfach oben rechts auf Brief oder Postkarte übertragen wird.

Technisch funktioniert der Handy-Porto-Dienst derzeit eher banal: Unser Testbrief mit "Handy-Porto" Die Sortiermaschine kann mit dem Ziffern-Block nichts anfangen und filtert den Brief erst einmal als "nicht frankiert" heraus. Ein Angestellter prüft dann händisch den angegebenen Code auf Gültigkeit und versieht den Brief mit einem Aufkleber, der einen 2D-Barcode enthält. Dieser wird in einem zweiten Durchlauf durch den Brief-Scanner als digitale Briefmarke erkannt und der Brief weiterbefördert.

Post will Handy-Porto automatisieren

Post-Sprecher Erwin Nier erklärte auf Anfrage von teltarif.de, man plane aber, künftig die technische Möglichkeit zu schaffen, dass die Sortiermaschinen der Post die vom Absender aufgebrachten Ziffern einlesen und auf Gültigkeit überprüfen können.

Kritik gibt es jedoch am Preis des Service: Für einen Standard-Brief werden 95 Cent, für eine Postkarte 85 Cent berechnet. Hinzu kommt noch der Preis für die SMS, der bei den meisten Anbietern um die 20 Cent betragen dürfte.

Wer aber bereit ist, mit rund 1,15 Euro gut das Doppelte zum Filialpreis von 55 Cent für einen Brief zu zahlen, braucht sich mit komplizierten und kein Wechselgeld herausgebenden Briefmarken-Automaten oder bereits geschlossenen Filialen nicht mehr herumzuplagen. Im teltarif.de-Test kam der mit dem Ziffern-Code "frankierte" Brief bereits am nächsten Tag wieder in unserer Redaktion an.

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