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DECT-Eco bei Schnurlos-Telefonen: Das steckt dahinter

10.08.2008
12:00

Unterschied zwischen temporärem, permanentem und kombiniertem Eco-Modus

Inhaltsverzeichnis:

1. Das Bewusstsein der Telefonteilnehmer für Strahlenrisiken steigt
2. Eco ist nicht gleich Eco
Von Christopher Sternemann
Bei herkömmlichen schnurlosen DECT-Telefonen (DECT steht für "Digital Enhanced Cordless Telecommunications") sendet die Basisstation auch dann elektromagnetische Wellen aus, wenn damit gar nicht telefoniert wird. Zwar beträgt die Leistung nur rund ein Viertel des Wertes, der bei einem Gespräch erreicht wird, dafür findet dieses Standby-Senden 24 Stunden am Tag statt. Dadurch setzen sich Verbraucher einem noch ungeklärten gesundheitlichen Risiko aus. Nach der Meinung einiger Experten können beispielsweise Schlaflosigkeit, Nervosität oder auch Konzentrationsschwäche Folgen dieser dauerhaften Strahlenbelastung sein.

Wohl nicht zuletzt, da sich Verbraucher intensiver informieren und die Umweltachtsamkeit steigt, sind einige Hersteller den Forderungen nachgekommen und bauen immer öfter Strahlungs-reduzierende Mechanismen ein. Solche digitalen Schnurlostelefone mit geringerer Strahlung benennen die Hersteller mit dem Zusatz "DECT Eco", wobei "Eco" für "Economy" steht, also für Wirtschaftlichkeit oder Sparsamkeit. Wir erklären Ihnen, was Sie von DECT-Eco-Telefonen erwarten dürfen.

Durch DECT-Eco-Technologie verringert sich die Reichweite


AEG Fame 440
1992 legte das Europäische Standardisierungsinstitut für Telekommunikation ETSI den DECT-Standard. Er ist für die Punkt-zu-Punkt-Verbindung zwischen einer Basisstation und einem Mobilteil ausgelegt und funkt in einem Frequenzbereich, der hierzulande zwischen 1 880 und 1 900 MHz liegt. Die definierten Zugangsprotokolle ermöglichen eine reibungslose Interaktion mit verschiedenen Telefonnetzen, wie beispielsweise ISDN oder GSM. Die digitale Übertragung bietet eine ausgezeichnete Sprachqualität und die Verschlüsselung schützt DECT-Benutzer vor Missbrauch. DECT verwendet für das Senden und Empfangen die gleichen Frequenzen. Die Trennung der beiden Richtungen erfolgt durch die Verwendung von unterschiedlichen Zeitschlitzen. Da die Mobilstation nur in einem von 24 Zeitschlitzen sendet, beträgt die gemittelte Sendeleistung etwa 10 Milliwatt.

Der Nachteil: Bei Telefonen mit der DECT-Eco-Technologie verringert sich die Reichweite zwischen Basis und Mobilteil um 50 Prozent, das heißt auf 25 Meter in Gebäuden und 150 Meter im Freien. Die Reichweite für herkömmliche digitale Schnurlostelefone geben die meisten Hersteller mit rund 50 Metern in Gebäuden und 300 Metern im Freien an.

Herkömmliche DECTs strahlen 24 Stunden

Auch das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat sich bereits kritisch über das DECT-Dauerstrahlen geäußert und unter anderem von den Herstellern gefordert, dass Basisstationen im Standby-Betrieb automatisch abgeschaltet, DECT-Telefone mit einer bedarfsgerechten Regelung der Sendeleistung ausgestattet und die Verbraucher künftig besser über die Strahlungswerte informiert werden. Grundlage für die Beurteilung möglicher gesundheitlicher Schäden durch die hochfrequenten Felder der DECT-Telefone sind die empfohlenen Basisgrenzwerte. Diese werden als Spezifische Absorptionsrate (SAR) angegeben. Die SAR beschreibt, welche Menge der Strahlungsleistung (W) vom menschlichen Körper (kg) aufgenommen wird. Die maximal zulässige SAR beträgt 2 W/kg. Bei DECT-Geräten liegt der SAR-Wert unter 0,1 W/kg.

Allerdings handelt es sich dabei um einen zeitlichen Mittelwert. DECT-Funk verwendet gepulste Wellen, so dass die Strahlung, die von ihnen ausgeht, einer ständigen Schwankung unterliegt. Kritiker der Grenzwertbemessung wenden hier ein, das Zugrundelegen eines Mittelwerts sei ebenso zweifelhaft, als ginge man davon aus, eine Bestrahlung mit kurzen Lichtblitzen wäre im Effekt dasselbe wie ein permanentes Licht mittlerer Helligkeit. Dieser Einwand scheint plausibel, doch eine schädliche Wirkung der gepulsten Strahlung auf den Menschen konnte bisher nicht wissenschaftlich nachgewiesen werden.

DECT-Eco-Modelle sollen nun jedenfalls nach Angaben der Hersteller die Strahlung der Basisstation um bis zu 80 Prozent gegenüber herkömmlichen DECT-Telefonen reduzieren, und das auch bei Betrieb mehrerer Mobilteile und wenn sich das Mobilteil nicht in der Basisstation befindet. Verwirrenderweise gibt es aber unterschiedliche Eco-Modi, mehr darüber erfahren Sie auf der folgenden Seite.

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Meinungen und Erfahrungen der Community:

Betreff Autor Datum
RE: Swissvoice Full-Eco Geräte nach ... Magic77 15.08.08 01:00
DECT in Wohnanlagen verbieten alia 14.08.08 18:26
RE: Basis raus aus dem Schlafzimmer... rotella 14.08.08 18:12
Basis raus aus dem Schlafzimmer... horstchen 14.08.08 11:10
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