Renatus Zilles, Vorsitzender der Geschäftsführung des Bonner
Mehrwertdiensteanbieters
NEXT ID und
Präsidiumsmitglied des Verbandes alternativer Anbieter von Telekommunikations-
und Mehrwertdiensten (
VATM), hat sich gegen
die bisher geplante
Regulierung von Handy-Anrufen auf
0180-Nummern ausgesprochen.
Zilles kritisiert vor allem, dass die Mobilfunkanbieter ihre Gebühren vollkommen
frei bestimmen könnten - ganz im Gegensatz zum Festnetz, dessen Preise für Sonderrufnummern
durch die Bundesnetzagentur reguliert sind. Zilles: "Wir würden uns wünschen, dass
hier mit gleichem Maß gemessen würde und sich die Bundesnetzagentur dem Thema Mobilfunk
stärker widmen würde."
Wie
berichtet, will das Bundeswirtschaftsministerium die Gesprächskosten vom Handy auf
0180-Nummern von derzeit bis zu 87 Cent pro Minute auf maximal 28 Cent pro Minute oder
40 Cent pro Anruf begrenzen. Im Festnetz sind schon heute maximal 14 Cent pro Minute bzw.
20 Cent pro Anruf zulässig.
Zilles kritisiert, dass selbst 28 Cent pro Minute noch immer deutlich überhöht seien. "Wir
kommen bei wohlwollender Berechnung ungefähr auf 22 Cent. Da sind immer noch
Terminierungsentgelte von 8 bis 9 Cent enthalten." Anders funktioniere die
Abrechnung etwa in Österreich: Dort gelten gundsätzlich die gleichen Preise für Anrufe
aus Festnetz und Mobilfunk. "Das heißt, beim österreichischen Modell bekommt
der Endverbraucher eine klare Preisansage und weiß, was auf ihn zukommt, egal ob er
vom Festnetz oder dem Handy anruft", so Zilles.
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