Kundenschwund im Festnetz und Preisverfall im Mobilfunk belasten Telekom
Die Deutsche Telekom könnte in diesem Jahr zum ersten Mal in ihrer Geschichte einen
Rückgang des Umsatzes verzeichnen. Der massive Kundenschwund im Festnetz
sowie der Preisverfall im Mobilfunk und bei der IT-Sparte T-Systems
führen zu derart starken Einbrüchen, dass die Telekom im laufenden
Geschäftsjahr nur noch auf einen Umsatz von gut 61 Milliarden Euro kommt,
erwarten nach einem Bericht der WirtschaftsWoche-Analysten der Bankhäuser
Credit Suisse und Sal. Oppenheim. Das wären knapp 1,5 Milliarden Euro
weniger als 2007.
Bislang konnte sich die Deutsche Telekom darauf verlassen, dass Einbußen
im Inland durch Zuwächse im Ausland - besonders von T-Mobile USA - mehr als
ausgeglichen werden. Doch jetzt zehrt der schwache Dollar die steigenden
Zuwächse in den USA fast vollständig auf. Einige Analysten fragen sich
bereits, ob das Anfang des Jahres ausgegebene operative Gewinnziel von
19,3 Milliarden Euro noch zu halten ist. An einer Gewinnwarnung kommt
Telekom-Chef René Obermann nur vorbei, wenn er die Personalkosten schnell
und massiv herunterfährt.
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