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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 14.02.2012 |
Experten warnen: Sicherheitslücke im Internet wird jetzt ausgenutzt31.07.2008
14:31 Manipulierte DNS-Server können Nutzer auf andere Webseiten umleiten
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in Bonn
warnt vor einem weiterhin bestehenden Sicherheitsproblem. Im sogenannten Domain Name
System (DNS) gibt es eine Sicherheitslücke, die potenziell alle Internetnutzer betrifft. Das
DNS übersetzt den vom Anwender in den Browser getippten Namen einer Website in eine
aus Ziffern bestehende IP-Adresse. Dass Hacker durch eine Manipulation von DNS-Servern
Anwender ohne deren Wissen auf andere Seiten leiten können, ist seit gut sechs Monaten bekannt.
"Doch jetzt gibt es Schadprogramme, die diese Lücke im DNS tatsächlich ausnutzen", sagt
BSI-Sprecher Matthias Gärtner. "Und leider haben noch nicht alle Provider die Lücke auf
ihren DNS-Servern gepatcht."
Obwohl der Anwender die korrekte Internetadresse in den Browser eingibt, könne er so auf eine andere Seite geleitet werden. Das wird zum Beispiel dann bedrohlich, wenn Anwender glauben, auf der Seite eines Internetshops oder ihrer Bank zu sein und persönliche Daten eingeben, die von Cyberkriminellen abgefangen und missbraucht werden. Trojanische Pferde statt eines erwarteten UpdatesBesonders kritisch ist dem BSI zufolge die Verbreitung eines Angriffswerkzeugs, mit dem bei betroffenen Internetverbindungen automatische Update-Anfragen über manipulierte DNS-Server zu gefälschten Update-Servern umgeleitet werden können. Statt des Updates werden dann etwa Trojanische Pferde heruntergeladen, mit denen sich die Rechner ohne Wissen ihrer Besitzer manipulieren lassen.
Zwar hat der Internetnutzer keinen direkten Einfluss darauf, dass der Provider seinen DNS-Server
entsprechend sichert. Allerdings kann er unter
Zeigt der Test, dass das DNS immer noch offen für die genannten Attacken ist, sollte das Surfen zumindest eingeschränkt werden. Zum Beispiel ist es sinnvoll, keine Bank-Websites aufzurufen und dort persönliche Angaben zu machen. Nur Internetnutzer mit vertieften IT-Kenntnissen können laut Matthias Gärtner die DNS-Einstellungen ihres Rechners auf andere DNS-Server umstellen. "Das ist den meisten Anwendern aber nicht zuzumuten."
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dpa / Björn Brodersen
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