EU schlägt offenbar Preisobergrenze für mobile Datendienste vor
30.07.2008 19:10
Preisgrenze liegt laut Medienberichten bei 1,19 Euro pro MB
EU-Kommissarin Viviane Reding hat offenbar eine konkrete Preisgrenze
für mobile Datendienste im Ausland vorgeschlagen. Wie die
österreichische Tageszeitung
Der Standard unter Berufung
auf die Nachrichtenagentur Reuters meldet,
soll diese Obergrenze bei 1 Euro pro Megabyte liegen. Dabei handelt
es sich um eine Netto-Angabe, so dass der Endkundenpreis in Deutschland bei 1,19 Euro
läge. Die Medienberichte berufen sich dabei auf einen "mit dem Vorgang Vertrauten
in der EU-Kommission".
Bereits vor einigen Wochen kündigte Reding konkrete Preisobergrenzen
für den Versand von SMS im Ausland an. 11 bis 15 Cent pro
Kurznachricht sollen diese ihrer Vorstellung nach kosten. Bis das durchgesetzt ist,
wird es allerdings Sommer 2009 sein.
Nach Angaben der EU-Kommission liegt der Durchschnittspreis für die Übertragung
eines Megabytes im Ausland derzeit bei 3,50 Euro, im vergangenen Jahr habe er noch bei
5 Euro gelegen. Insofern sieht die EU-Kommission die Einführung der Preisobergrenze
als vorsorgliche Maßnahme - man geht davon aus, dass die Preise bis
zum kommenden Jahr noch weiter fallen werden.