Themenspecial Reise und Roaming Test

Die PNDs Medion GoPal E4435 und Garmin nüvi 860 im Navi-Test

Von der Ausstattung könnten die Navigationsgeräte als Zwillinge durchgehen
Von Marc Thorwartl
AAA

Von der Ausstattung her könnten die beiden PNDs (Personal Navigation Devices) Medion GoPal E4435 und Garmin nüvi 860 eigentlich als Zwillinge durchgehen. Auch in den Abmaßen und beim Gewicht gibt es nur marginale Abweichungen. Doch spätestens beim Preis hören die Gemeinsamkeiten auf. Während Weltmarktführer Garmin sein nüvi 860 als Highend-Produkt anpreist und für 599 Euro feilbietet, bezeichnet Medion sein GoPal E4435 fast schon verschämt als Einsteigergerät, das für 179 Euro beziehungsweise 199 Euro in der TMCpro-Variante über den Verkaufstresen wandert. teltarif.de hat beide PNDs einem ausführlichen Vergleichstest unterzogen und geht der Frage auf den Grund, ob die 400 Euro Mehrkosten für den Garmin nüvi 860 gerechtfertigt sind.

Nach dem Auspacken sofort einsatzbereit

Beide PNDs sind "Out of the Box", das heißt, sofort nach dem Auspacken einsatzbereit. Während Garmin in seinem Paket den Akku extra beilegt und dieser zuerst noch an der Geräterückseite eingelegt werden muss, sitzt die Stromversorgung beim GoPal E4435 hinter der Gehäuseabdeckung und durch Schrauben gesichert bereits fest im Geräteinnern. Die Saughalterung für die Windschutzscheibe ist beim Garmin filigraner gestaltet, doch Medions Konzept wirkt ausgereifter und erwies sich vor allem im Testbetrieb als haftungssicherer. Die weiche Gummiabdeckung für die Geräterückseite vermittelt einen eleganten Eindruck, über zwei Zapfen an der Unterseite findet der GoPal jederzeit leicht seine richtige Position und ist fest arretiert. Ein kleiner Tipp: Bevor der Medion in die Haltevorrichtung geschoben wird, sollte die Stromversorgung über den Zigarettenanzünder angeschlossen werden, denn das Kabel muss an der Geräteunterseite eingesteckt werden. Garmin nüvi 860

Das Garmin nüvi 860 findet seine Position über drei Arretierungspunkte selbstständig. Auch beim Garmin gilt: Zuerst die Stromversorgung an der Aktivhalterung befestigen, bevor der PND eingesteckt wird, dann kann man sich die mühselige Fummelei und blinde Anschlusssuche ersparen. Zusätzlich liegt dem Auslieferungspaket des nüvi noch eine kleine Fernbedienung bei, die zur Aktivierung der Sprachsteuerung benötigt wird. Eine Knopfzelle sichert den jahrelangen Betrieb, über ein Gürtelsystem wird die Fernbedienung an der Lenkradinnenseite – jederzeit griffbereit – befestigt. Ein Netzstecker liegt weder dem Garmin noch dem Medion bei, doch dank des integrierten Mini-USB-Anschlusses lassen sie sich notfalls auch über den PC laden.

Beim ersten Start benötigen beide PNDs weit weniger als eine Minute, bevor das System hochgefahren und einsatzbereit ist. Bei der Positionsbestimmung setzt der Medion neue Maßstäbe. Innerhalb weniger Sekunden hat er den Standort lokalisiert, schneller als alle bisher getesteten PNDs. Geringfügig länger benötigt der nüvi 860.

Prunkstück ist jeweils die Sprachsteuerung

Bei der Zieleingabe kommt das Prunkstück beider PNDs zum Einsatz. Die komplette Zieladresse lässt sich nicht nur über die übliche Tastatur auf dem Display eintippen, sondern auch per Sprachsteuerung eingeben. Beide Hersteller setzen dabei auf die Entwicklungen von Nuance, dem Weltmarktführer für Sprachsteuerungen. Diese ist State of the Art, egal ob im Stand oder während der Fahrt, die Spracheingaben wurden jederzeit korrekt erkannt, die Zieleingabe war ein Kinderspiel.

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