Seit dem 1. November 2002 sind die
Mobilfunk-Anbieter
verpflichtet, den Kunden die
Mitnahme ihrer
Handynummer zu einem anderen Netzbetreiber,
Service-Provider
oder
Discounter zu ermöglichen. Kostenlos
muss diese Leistung allerdings nicht erbracht werden.
Drillisch
verlangte anfangs stolze
116 Euro dafür, dass bisherige
Kunden ihre angestammte Rufnummer zu einem anderen Dienstleister mitnehmen konnten.
Die meisten anderen Anbieter berechneten dagegen Beträge um 25 Euro.
Der Drillisch-Preis war dann auch ein Grund für die Bundesnetzagentur,
ein Machtwort zu sprechen und eine Obergrenze für die Portierungskosten
festzulegen. Diese liegt bei 30,72 Euro. Drillisch beugte sich der Regulierung
und senkte die Kosten, während die meisten Mitbewerber ihre Preise um 25 Euro
beibehielten.
Preiserhöhung um 5 Euro
Das galt bis vor kurzem auch für die Mobilfunk-Marken der freenet AG,
freenetMobile und mobilcom.
Jetzt aber hat die Unternehmensgruppe heimlich, still und leise die Einführung
neuer Tarife dazu genutzt, um die Kosten
bei freenetMobile um 5 Euro zu erhöhen, wie die freenet-Pressestelle auf Anfrage
von teltarif.de bestätigte. Schon zuvor wurde die Preiserhöhung auch bei
mobilcom durchgeführt, ergänzte die Pressestelle. Wer als mobilcom- oder
freenetMobile-Kunde den Anbieter wechseln und seine Rufnummer behalten möchte, zahlt
somit nun 29,95 statt der bisherigen 24,95 Euro.
Betroffen davon sind nach Angaben der Pressestelle nur Neukunden. Hier gilt die
Preiserhöhung allerdings für alle Tarife der Firmengruppe. Bestandskunden, die
ihren freenetMobile-Vertrag vor dem 1. Juni abgeschlossen haben, sind nach Angaben der
Pressestelle nicht betroffen, während die Umstellung bei mobilcom schon früher
erfolgte.