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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 14.02.2012 |
Editorial: Wie viele Horror-Rechnungen denn noch?22.06.2008
17:10 Netzbetreiber müssen Datenpreise unter Kontrolle bekommenInhaltsverzeichnis:1. Mobile Datennutzung ist billig - eigentlich!2. Das Kreuz mit den Horror-Rechnungen
Mobile Datennutzung ist billig. Für nur 10 Euro im
Monat bekommt man etwa bei o2 das
Internet@Home Pack M.
Es bietet im mit
HSDPA versorgten Gebiet
mit einfachen DSL-Anschlüssen
vergleichbare Download-Geschwindigkeiten. Das enthaltene
Volumen von 1 000 MB ist
bei nicht allzu intensiver Web-Nutzung und Verzicht auf große Downloads
(Videos, egal ob als Stream oder Datei, Software-Pakete etc. pp.)
ausreichend. Kein DSL-Anschluss kann hier preislich mithalten!
nächste Seite: Das Kreuz mit den Horror-Rechnungen
Doch die Freude über das Breitband-Internet-Schnäppchen wird schnell getrübt, wenn es mal etwas mehr wird. Stehen am Monatsende nicht 1 000 MB, sondern 2 000 MB auf dem Zähler, lautet die Rechnung nicht über 20 Euro, sondern über 160 Euro! Und vertut man sich bei der Lage der Homezone und surft außerhalb, dann wird plötzlich nach Zeit (9 Cent pro Minute) statt nach Volumen abgerechnet. Schon bei wenigen Online-Stunden täglich können dann Rechnungen über viele hundert Euro auflaufen. Noch viel teurer wird es, wenn man ganz ohne Datenoption einfach lossurft: Alte SIM-Karte ins neue HSDPA-Handy einlegen, Computer und Handy per Bluetooth oder Datenkabel verbinden, Einwahldaten auf dem Rechner setzen und online gehen. UMTS-Marktführer Vodafone berechnet hierfür beispielsweise 19 Euro pro Megabyte. Die oben zitierten 1 000 MB würden sich damit gar auf 19 000 Euro summieren! Erst vor kurzem hat Vodafone für neue Verträge den Standard-Datentarif auf "live! by time" umgestellt, welches mit bis zu 38 Cent pro Minute aber ebenfalls nicht gerade ein Schnäppchen ist. MarktsegmentierungDer Grund für die Horror-Preise ist die Marktsegmentierung: Die Netzbetreiber wollen das verlockende Geschäft der mobilen Breitband-Datenzugänge erschließen, ohne sich gleichzeitig das Geschäft mit den SMS kaputt zu machen. Diese kosten in den meisten Verträgen immer noch 19 Cent für 160 Zeichen, entsprechend gut 1 Million Euro pro Gigabyte! Für mobile Internetzugänge als Festnetzersatz können hingegen allenfalls einige Euro pro Gigabyte verrechnet werden.
Um den Spagat zwischen diesen Extremen zu bewerkstelligen,
haben die Netzbetreiber eine ganze Latte von
Datenoptionen geschaffen. Wer
sich dabei nicht zu einem monatlichen Kontingent samt Grundgebühr
verpflichten will, zahlt hohe Minuten- oder Volumenpreise,
die allenfalls für den gelegentlichen Aufruf einzelner
WAP-Seiten geeignet sind. Mit
Kontingent wird es hingegen drastisch billiger. Drei von vier
Netzbetreibern bieten sogar
Internet-Flatrates für 25 bis 35 Euro monatlich an.
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