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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 14.02.2012 |
Experte: IP-Bitstrom-Zugang bringt nicht mehr die Wende18.06.2008
13:54 Torsten Gerpott zur Lage des deutschen Festnetz- und Breitband-MarktsInhaltsverzeichnis:1. Weitere Konsolidierung des Marktes steht an2. IP-Bitstrom-Zugang bringt keine Wende
Im deutschen Festnetz-Bereich ist zumindest kurz- und mittelfristig kein weiteres Umsatzwachstum
zu erwarten. Zudem steht eine weitere Konsolidierung des Marktes an. Diese Einschätzung, die der
Telekommunikationsexperte Torsten Gerpott, Inhaber des Lehrstuhls für Unternehmens- und
Technologieplanung an der Universität Duisburg-Essen, auf der vom
Euroforum
veranstalteten 14. Handelsblatt Jahrestagung Telekommarkt Europa geäußert hat, überrascht
niemanden mehr. Interessant ist aber, wie der Festnetz- und DSL-Bereich
in Deutschland zurzeit aussieht.
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Die Wettbewerbsintensität hat zugenommenIm Festnetz-Bereich in Westeuropa haben die ehemaligen Monopolisten nach Ansicht von Gerpott Mühe, ihre Marktanteile zu behalten. Die Umsätze mit Sprachtelefonie gingen weiter zurück. In Deutschland seien die Umsätze mit Leistungen für Festnetz-Telefonieanschlüsse und Sprachverbindungen gingen von 2005 bis 2007 von 33,4 Milliarden auf 32,2 Milliarden Euro zurückgegangen. Der BITKOM geht bei der Sprachtelefonie sogar von einem weiteren Rückgang von 7,6 Prozent in diesem Jahr gegenüber 2007 aus. Nur bei Festnetz-Datendiensten erwartet der Branchenverband für dieses Jahr ein Plus von 4,7 Prozent. Das Geschäft mit Festnetz-Telefonanschlüssen dominiere hierzulande immer noch die Deutsche Telekom. Knapp 93 Prozent aller analoger Telefonanschlüsse hat die Telekom geschaltet, bei ISDN-Basisanschlüssen sind es knapp 65 Prozent. Das liege daran, dass die alternativen Carrier zunächst auf ISDN-Anschlüsse setzten und erst mit zunehmender DSL-Vermarktung auf analoge Telefonanschlüsse umschwenkten. Der Anteil der ISDN-Basisanschlüsse an den 6,31 Millionen herkömmlichen Telefonanschlüssen von alternativen Vollanschluss-Anbietern in Deutschland habe Ende 2007 bei 73,1 Prozent gelegen. Die Telekom-Konkurrenz erhöhe aber bei Festnetz-Telefonanschlüssen ihren Marktanteil kontinuierlich. Im Verbindungsgeschäft konnten die alternativen Carrier laut Gerpott im vergangenen Jahr ihre Minutenmengen weniger stark als in den vorangegangenen Jahren ausbauen. Vor allem die Online-Minuten über Schmalband-Internetverbindungen nähmen einen immer kleineren Teil der Gesamtminuten (2007: 471 Sprach- und Online-Minuten pro Tag) der alternativen Anbieter ein. Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate liege hier bei minus 17,1 Prozent. DSL-Resale ein Auslaufmodell
Auf die Verliererstraße im DSL-Bereich sind nach Ansicht von Gerpott die
DSL-Reseller geraten. Anzeichen dafür:
freenet verlor im ersten Quartal 2008 insgesamt DSL-Kunden,
auch Arcor musste bei insgesamt steigender Zahl von
DSL-Kunden Rückgänge im DSL-Resale-Geschäft hinnehmen. Mit zurzeit knapp
19 Millionen DSL-Anschlüssen in Deutschland rücke die Marktsättigungsgrenze
näher. Zudem würden die Konkurrenz der
Kabelnetz-Betreiber
und weiterer Preis- und Margendruck die Konsolidierung des DSL-Marktes vorantreiben.
Als Übernahmekandidaten stünden vor allem freenet, Versatel
und auch HanseNet im Blickpunkt, die Zukunft von
United Internet sei ungewiss.
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