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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 15.02.2012 |
Mit dem "Simsen" entstand eine neue Sprachkultur14.06.2008
16:38 WIDUMIHAI? Abkürzungen die die Welt nicht braucht. AKLA?
Ob Liebesbotschaften, Glückwünsche oder
Verabredungen - neun Jahre nach dem
ersten Handy entwickelte sich
1992 eine neue Schreibkultur: Die
SMS. Eigentlich steht die Abkürzung
SMS für Short Message Service (Sercvice für Kurzmitteilungen), aber
schnell etablierte sich SMS als Begriff für die Nachricht selbst. Das
entsprechende Verb dazu lautet "simsen" und ist inzwischen auch im
Duden zu finden.
Am 3. Dezember 1992 hatte ein Techniker in Großbritannien die erste Kurznachricht zu Testzwecken von einem Computer an das Mobiltelefon eines Kollegen übertragen. Die Botschaft lautete: "Merry Christmas". Der Short Message Service war damals gar nicht für die Kommunikation zwischen den Telefonnutzern gedacht. Vielmehr wollte der Betreiber damit die Nutzer unter anderem über Netzstörungen informieren. Deshalb wurde dieses Nebenprodukt auch zunächst kostenlos angeboten. Seit 1994 unterstützen aber alle Mobiltelefone Versand und Empfang der Kurznachrichten. Um mehr Inhalte in die auf 160 Zeichen beschränkten Nachrichten zu bringen, hat sich insbesondere unter Jugendlichen eine weit verbreitete Abkürzungskultur entwickelt. Ob Kürzel wie "BSG" (Brauche sofort Geld), "BABS" (Bin auf auf Brautsuche), "DUWSU" (Du warst super) oder einfach nur schlichte Botschaften wie "LG" (Liebe Grüße), den Nachrichten via SMS sind keine Grenzen gesetzt. Für die SMS- Sprache gibt es sogar eigene Internetseiten auf denen kontinuierlich neue Vorschläge eingetragen werden können. Aber nicht nur Jugendliche tippen regelmäßig Botschaften in ihre Handys. Nach Schätzungen des Bundesverbandes Informationswirtschaft wurden im vergangenen Jahr allein in Deutschland 23 Milliarden SMS-Nachrichten verschickt - etwa 350 je Handynutzer. Noch im Jahr 1999 waren es erst 3,6 Milliarden gewesen. Da echte SMS-Fans sogar beim Gehen ihre Kurznachrichten tippen, sollen sie sich dabei sogar gelegentlich verletzen, in dem sie dabei gegen Müllkübel und Laternenpfosten laufen. Die Briten haben daher einen Namen für solche Verletzungen: "walk and text injury". Einer von zehn Menschen dort hat sich angeblich schon einmal beim Schreiben auf dem Handy heftig verletzt. Deshalb probierte die Stadt London in diesem Frühjahr etwas neues aus: Sie umwickelte gefährliche Pfosten nun mit hellen, weichen Matratzen. dpa / Anja Zimmermann
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