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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 13.02.2012 |
Handy-Ortung: Die Dienste, die Kosten und die Missbrauchs-Gefahr09.06.2008
16:33 Für eine heimliche Kontrolle genügt oft ein kurzer Zugriff aufs fremde HandyInhaltsverzeichnis:1. Einfach spontan den Aufenthaltsort abfragen, geht nicht2. Handy-Ortung und die Frage des Datenschutzes 3. Aktuelle Handy-Ortungsdienste in der Preisübersicht
"Schatz, es wird heute wieder etwas später." Manch einer grummelt nicht nur bei solch einem Anruf,
er wird mitunter auch misstrauisch und denkt sich: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Die
Spionagefahrt zum Büro muss er aber längst nicht mehr antreten. Heute reicht der Gang zum PC
oder der Griff zum eigenen Handy. Dort ruft er flink einen
Handy-Ortungsservice auf und schon nach wenigen Sekunden weiß er, wo sich sein Schatz gerade
aufhält. Ein Schreckenszenario, dass es so nicht gibt? Mitnichten: Zahlreiche Firmen bieten genau so
etwas an, für die Nutzung am PC oder auch per Handy. Allerdings, und das ist gut so, klappt die
Abfrage nicht ganz so problemlos wie eingangs beschrieben. Denn damit solch eine Handy-Ortung
funktioniert, müssen beide Partner ihr Einverständnis dazu geben.
nächste Seite: Handy-Ortung und die Frage des Datenschutzes
Wofür eignet sich die Handy-Ortung?Zur heimlichen Überwachung ist solch eine Ortung auch gar nicht gedacht. In erster Linie soll er Sicherheit verschaffen. So gibt es spezielle Dienste für Eltern, die sich Sorgen um den verspäteten Nachwuchs machen. Mobilfunk-Anbieter wie Kandy Mobile oder Toggo mobile haben deshalb wie berichtet einen Ortungsdienst in ihre Handy-Tarife für Kinder integriert. Bei Toggo mobile sind die ersten acht Ortungsanfragen im Monat bereits mit dem Grundpreis von 9,95 Euro bezahlt. Bei anderen Ortungsdiensten können sich die Eltern auch informieren lassen, wenn ihre Sprösslinge eine zuvor festgelegte Sicherheitszone verlassen. Andere Dienste zur Handy-Ortung wie etwa die Björn-Steiger-Stiftung haben sich auf Notfälle spezialisiert. Sie ermöglichen es beispielsweise bei einem Unfall, schnell den Hilferufenden per Handy-Ortung lokalisieren zu können. Wer sich mit seiner Mobilrufnummer bei der Stiftung registriert, kann für den Notfall sogar wichtige Informationen wie Angaben zu Vorerkrankungen, Kontaktpersonen oder behandelnden Ärzten hinterlegen, auf welche die Leitstellen bei einer Handy-Ortung dann zugreifen können. Eine dritte Variante von Ortungsdiensten hilft, Freunde zusammenzuführen oder Flirt-Partner zu finden. Bei Mobiloco können sich beispielsweise ausfindig machen lassen und auf Wunsch per Handy nach Flirtwilligen in der Nähe ihres jeweiligen Aufenthaltsorts fahnden. Wie funktioniert die Handy-Ortung eigentlich?Geortet werden kann jedes normale GSM-fähige Handy, das eingeschaltet ist und in dem eine aktivierte SIM-Karte liegt. Dabei spielt es eigentlich keine Rolle, ob es sich um eine Vertrags- oder Prepaid-SIM-Karte handelt. Unterschiede kann es aber je nach Mobilfunkanbieter geben: T-Mobile unterstützt zum Beispiel wegen der Gefahr eines Missbrauchs keine kommerziellen Handy-Ortungsdienste, sondern nur eine Handy-Ortung im Notfall oder bei einer richterlich genehmigten Strafverfolgung. Vermehrt wird die Handy-Ortung auch dazu eingesetzt, dem Handy-Besitzer selbst seinen eigenen Standort auf einer Google-Maps-Karte anzuzeigen oder auf möglicherweise interessante Serviceangebote in seinem näheren Umkreis aufmerksam zu machen (Location Based Services). Die Handy-Ortung über das Mobilfunknetz funktioniert ganz einfach: Da jedes eingeschaltete Handy ständig Kontakt zu den Funkmasten hat, um telefonieren und auch angerufen werden zu können, lässt sich leicht feststellen, in welcher Funkzelle sich ein Telefon befindet. Denn nur, wenn die Masten das Telefon kennen, können sie auch Verbindungen ermöglichen. Jeder Netzprovider weiß somit stets, wo ungefähr sich eingeschaltete Mobiltelefone aufhalten. Die Ortsbestimmung über das GSM-Mobilfunknetz ist allerdings im Vergleich zur Positionsbestimmung per GPS ungenau, denn die Funkzellen sind zuweilen sehr groß.
Selbst kleine Zellen von nur wenigen hundert Meter Durchmesser, wie man sie in
dichtbesiedelten Gebieten findet, lassen noch mehrere Deutungsmöglichkeiten offen. In ländlichen
Gegenden ist das Ergebnis noch unpräziser, da sich dort die Funkzellen auf bis zu mehrere Kilometer
Durchmesser ausdehnen können und das Handy oft nur Kontakt zu einer Basisstation hat. Nur wenn
das Handy gleichzeitig Kontakt zu zwei oder drei Funkmasten hat, ist auch die Positionsbestimmung
per GSM-Mobilfunknetz genauer. Dies ist in der Regel in Städten der Fall. Dennoch lässt sich der
Standort des Handy-Besitzers auch hier - beispielsweise aufgrund von Gebäudereflektionen - nur
auf einen Umkreis von 50 bis 150 Metern eingrenzen.
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