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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 13.02.2012 |
Das Notebook soll glänzen, das Display aber nicht09.06.2008
13:43 Entspiegelnde Klebefolien ermöglichen das Arbeiten im Freien ohne störende Effekte
"Spieglein, Spieglein an der Wand, wer
ist die Schönste im ganzen Land?" Wie des Königs Gemahlin im Märchen
Schneewittchen kommt sich so mancher Computernutzer vor, wenn er sich
wieder einmal unfreiwillig im Display seines Rechners spiegelt. Vor
allem bei Notebooks herrschen die sogenannten
Glare-Displays vor. Sie
sollen brillantere Farben bieten. Praktisch sind Glare-Displays nicht
unbedingt.
Ist ein glänzendes Display für die Anwendung in geschlossenen Räumen je nach Standort vielleicht noch akzeptabel, wird die Arbeit am Notebook im Freien und vor allem bei Sonnenschein zur Qual oder ganz unmöglich. Unpraktisch und unergonomisch nennt Klaus Dembowski, Diplom-Ingenieur am Institut für Mikrosystemtechnik der Technischen Universität Hamburg-Harburg, Glare-Displays. "Das betrifft auch die Displays mit Klavierlack-Rahmen", so der Sachbuchautor.
Entspiegelte Folie zum selbst AufklebenZweifach entspiegelt ist beispielsweise die Anti-Reflexionsfolie Vikuiti ARMR-200 von 3M. Eine Variante, die auf das Display laminiert werden kann, heißt ARMP-200. Die Folie kostet je nach Displaygröße zwischen 25 und 60 Euro. In einem Test stellte die in Hannover erscheinende Zeitschrift c't zwar fest, dass die Folie die Reflexionsstrukturen nicht vollständig auflösen kann: "Die Intensität der Spiegelung wird aber deutlich gemindert." Je nach Notebook gehen durch das Aufbringen nur ein bis drei Prozent der Displayhelligkeit verloren. Der Kontrast verschlechterte sich beim Testgerät nur von 545:1 auf 505:1. Außerdem erwies sich die Folie als farbneutral. Auf das Display gelangt ein Reflexionsschutz grundsätzlich in Eigenregie oder in einer Fachwerkstatt. "Man kann das per Hand machen oder den Laptop einschicken", sagt Schenke. Die größte Herausforderung besteht darin, die Oberfläche schmutz- und staubfrei zu reinigen und dann die Folie vorsichtig und blasenfrei aufzubringen. "Die meisten machen das selbst." Die Tester von der c't beurteilen das Aufbringen der selbsthaftenden Folie jedoch als "schwierige Angelegenheit" - auch weil sie in punkto Kraft und Geschwindigkeit gleichmäßig angedrückt werden sollte. "Eine nur minimal schräg aufgesetzte Folie lässt spiegelnde Bereiche frei, die dann umso mehr stören; zudem stören selbst kleinste unter der Folie eingeschlossene Luftblasen oder Staubpartikel", warnen die Tester. Vor dem Anbringen einer Folie, Garantieansprüche klärenSie raten deshalb zum Auflaminieren der Folien in einer Fachwerkstatt, was inklusive Material rund 100 Euro kostet. Während sich die von Hand aufgebrachten Folien leicht wieder lösen lassen, gehen laminierte Exemplare eine feste Verbindung mit der alten Display-Oberfläche, dem sogenannten Polarizer ein. Und sie lassen sich nur noch gemeinsam mit ihm wieder ablösen. Weil zum Laminieren in einer Werkstatt meist das sogenannte Panel ausgebaut werden muss, empfiehlt es sich, vorher mit dem Hersteller des Notebooks abzuklären, ob und welche Garantieansprüche verloren gehen können. Passgenaue Folien sind auf dem Markt nicht nur für die großen Displays oder als besonders robuste Ausführung für Tablet-PCs zu haben, sondern auch für die kleinen Bildschirme von Handys, PDAs, Navigationsgeräten oder MP3-Spielern. Hier steht dann weniger die Entspiegelung als vielmehr die Schutzfunktion der Folie gegen das Verkratzen der oft in der Tasche getragenen Geräte im Vordergrund. Neben 3M bietet beispielsweise die in Hongkong beheimatete Marke Brando Workshop solche Folien im eigenen Online-Shop oder über deutsche Online-Händler an. dpa / Anja Zimmermann
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