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Angeblicher Schutz vor Elektrosmog ist oft nur teuer

28.05.2008
11:16

Viele Produkte sind wirkungslos

Inhaltsverzeichnis:

1. Angst der Verbraucher wird ausgenutzt
2. Pseudowisschaftliche Erklärungen
Ein kleines Glasgebilde für mehr als 2000 oder ein Baldachin für 600 Euro - das ist viel Geld. Doch manche Menschen zahlen solche Preise bereitwillig, weil sie glauben, dadurch etwas für ihre Gesundheit zu tun. Solche Produkte sollen den Herstellern zufolge vor Elektrosmog schützen. In den meisten Fällen fehlt aber, gelinde gesagt, der Nachweis für die Wirksamkeit. "Viele dieser Produkte helfen gar nicht", sagt Florian Emrich, Sprecher des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) in Salzgitter.

Als "Elektrosmog" werden oft verallgemeinernd elektromagnetische Felder (EMF) bezeichnet, wie sie durch Mobilfunk-Sendemasten oder Hochspannungsleitungen erzeugt werden. Aber nicht jeder, der von seinem Fenster aus etwa eine Sendeanlage sehen kann, muss sich aktiv schützen. "Da müsste es schon knüppeldick kommen", sagt Rolf Buschmann, EMF-Experte der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf. In der Regel liege die Belastung durch EMF weit unter den offiziellen Grenzwerten und meist sogar noch um ein Vielfaches unter den auch von vielen Kritikern geforderten strengeren Grenzwerten.

Nur den Fachmann messen lassen

Bevor jemand viel Geld für Spezialfarbe oder Ähnliches ausgibt, sollte er daher eine Messung am Ort vornehmen lassen. Irgendein Gerät im Netz zu kaufen und selbst zu messen - davon rät Buschmann ab: "Elektromagnetische Felder können aus ganz unterschiedlichen Quellen stammen. Woher sie genau kommen, lässt sich mit einem einfachen Messgerät nicht feststellen." Nur ein Fachmann sei in der Lage, die Messergebnisse vernünftig zu deuten. Eine Begehung des Hauses schlägt durchschnittlich mit rund 200 Euro zu Buche. Das ist ein Bruchteil dessen, was viele - womöglich überflüssige - Abschirmmaßnahmen kosten.

Sollte der Fachmann tatsächlich Handlungsbedarf festgestellt haben, kommt es darauf an, um welche Form von EMF es sich handelt. Gegen die niederfrequente Strahlung, wie sie zum Beispiel von Hochspannungsleitungen erzeugt wird, hilft laut Buschmann nur eine räumliche Veränderung - beispielsweise ein Wechsel des Schlafzimmers.

Gegen etwa von Mobilfunk-Sendemasten stammende hochfrequente EMF können zum Beispiel metallhaltige Farben wirken. Aber auch über das Bett gehängte Baldachine mit entsprechendem Gewebe haben eine gewisse Wirkung. "Wichtig ist, dass die Abschirmung vom Fachmann installiert wird", sagt Bernd Rainer Müller von der Umweltschutzorganisation BUND, der ein Ingenieurbüro für Arbeitsschutz und Messtechnik in Lage (Nordrhein-Westfalen) unterhält. Passieren beim Abschirmen Fehler, könnte sich die Belastung sogar erhöhen. "Außerdem muss zur Kontrolle der Wirksamkeit auch hinterher gemessen werden."
 

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Betreff Autor Datum
RE: vor Handystrahlung schützen spunk_ 26.12.11 15:32
RE: vor Handystrahlung schützen Mobilfunk-E. 26.12.11 12:46
RE: vor Handystrahlung schützen markusch 26.12.11 11:58
vor Handystrahlung schützen markusch 26.12.11 11:48
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Quelle: teltarif.de: AGOF internet facts 2011-10, Erwachsene ab 14 Jahre