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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 14.02.2012 |
Großaktionäre üben Druck auf Yahoo! aus16.05.2008
17:06 Investoren wollen Yahoo! zwingen, an Microsoft zu verkaufen
Der Internet-Konzern
Yahoo! gerät rund
zwei Wochen nach seinem Nein zur Milliardenübernahme durch
Microsoft
immer stärker ins Kreuzfeuer. Aggressive Hedge-Fonds und verärgerte
Investoren haben ihre Unterstützung für US-Milliardär Carl Icahn
zugesagt, der Yahoo! doch noch zum Kauf durch Microsoft zwingen will.
Die Yahoo!-Spitze konterte die Attacken in einem offenen Brief mit
scharfer Kritik.
Icahns Vorwürfe spiegelten ein grundlegend falsches Verständnis der Fakten wider, schrieb Yahoo!-Verwaltungsratschef Roy Bostock an den streitbaren US-Milliardär. Sein Plan zur Neubesetzung des ganzen Verwaltungsrates mit eigenen "handverlesenen Kandidaten" sei nicht im besten Interesse der Aktionäre. Yahoo! sei nach wie vor zur Prüfung eines höheren Angebots auch von Microsoft bereit, betonte Bostock ausdrücklich. "Aber derzeit liegt keine Kaufofferte auf dem Tisch." Tatsächlich ist weiterhin nicht bekannt, ob Microsoft sein Angebot wieder aufleben lassen würde. Der weltgrößte Softwareanbieter betonte zuletzt mehrfach, er verfolge nun ohne Yahoo! seinen eigenen Weg. Experten nehmen an, dass Microsoft selbst bei erneutem Interesse zunächst die Entwicklung zwischen Icahn und Yahoo! abwartet. Mit dem Kauf wollte Microsoft die Vormacht des Suchmaschinenriesen Google bei Internet-Werbung und Web-Suche brechen. Investoren planen feindliche ÜbernahmeDer New Yorker Hedge-Fonds Paulson & Co besitzt nach jüngsten Angaben 50 Millionen Yahoo!-Aktien und damit einen Anteil von etwa 3,6 Prozent. Paulson kündigte Rückendeckung für Icahn bei der am 3. Juli anstehenden Wahl des Verwaltungsrates an. Icahn selbst hält 4,2 Prozent an Yahoo! und will auf knapp sieben Prozent aufstocken. Beide Großaktionäre investierten damit bereits Milliardensummen. Über den Verwaltungsrat könnten die Investoren Yahoo!-Chef Jerry Yang zur Annahme des Angebots drängen oder seine Ablösung betreiben. Yahoo! wiederum könnte den Kritikern als Kompromiss einige Sitze in dem Gremium anbieten. Zu der Runde gehören derzeit neun unabhängige Mitglieder sowie auch Yahoo!-Chef Yang selbst. Icahn setzte mit seinen harten Methoden bereits bei einer Reihe von Unternehmen Fusionen und Verkäufe durch. Der 72-Jährige machte auf diese Weise einen Gutteil seines Vermögens. Auf der Superreichen- Liste des US-Magazins Forbes rangiert er aktuell auf Platz 46 mit einem geschätzten Vermögen von 14 Milliarden Dollar. Yahoo! schloss unterdessen mit dem britischen Marketing-Konzern WPP heute eine umfassende Partnerschaft für Online-Werbung. Die Werbeagenturen des WPP-Konzerns sollen künftig Anzeigen einfacher als bisher direkt über eine Web-Plattform von Yahoo! schalten können. Der lukrative Werbemarkt im Internet ist heftig umkämpft.
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dpa / Anja Zimmermann
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