EU nimmt Kostensenkung für SMS- und Daten-Roaming in Angriff
07.05.2008 14:09
Öffentliche Anhörung zur Notwendigkeit einer Preisobergrenze gestartet
Handynutzer können auf sinkende Preise für SMS und
die mobile Internetnutzung im
Ausland hoffen. Die EU-Kommission startete heute eine
mehrwöchige öffentliche Anhörung zur Notwendigkeit einer Preisobergrenze für diese
Dienste. EU-Medienkommissarin Viviane Reding hat bereits mehrfach eine entsprechende
Verordnung angekündigt, sollten die Handynetzbetreiber
ihre Tarife nicht bis zum 1. Juli deutlich senken. Zurzeit zahlen Verbraucher für
Datenverbindungen im Ausland zwischen 5 und 14 Euro pro Megabyte. Im
vergangenen Sommer hatte die EU-Kommission bereits die Preise für
Handy-Gespräche im Ausland
begrenzt.
Eine Preisobergrenze für Datenverbindungen, die etwa für Internet und für
MMS-Nachrichten benötigt werden, ist umstritten, da
sich viele dieser Dienste noch in der Entwicklung befinden. Der Mobilfunkanbieter
E-Plus hatte allerdings kürzlich
angekündigt, zum Start der Sommerferien seine
Preise für die mobile Internetnutzung in neun europäischen Ländern senken zu wollen.
Kunden des drittgrößten deutschen Mobilfunkers sollen dann nur noch 50 Cent
pro Megabyte Daten bezahlen. Zuvor hatte sich das Unternehmen mit Partnerfirmen
auf einen Großhandelspreis von 25 Cent pro Megabyte
geeinigt.
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