Handy-TV per DVB-H kommt nicht pünktlich zur Fußball-EM
07.05.2008 12:45
Genehmigung der DVB-H-Frequenzen muss abgewartet werden
Einen pünktlichen Start von mobilem Fernsehen über
den Standard
DVB-H zur Fußball-Europameisterschaft im Juni halten
Experten für unwahrscheinlich. "Denkbar ist maximal ein
eingeschränkter Sendebetrieb in einigen Städten", sagte Henrik
Rinnert, Geschäftsführer der Mobiles Fernsehen Deutschland GmbH (MFD), beim heutigen
Medientreffpunkt Mitteldeutschland in Leipzig. "Der Ball
liegt jetzt bei den Landesmedienanstalten", sagte
ZDF-Medienpolitiker
Emil Kettering. Diese müssten die für DVB-H notwendigen Frequenzen
genehmigen. Seiner Einschätzung nach wird sich Handy-TV in den
nächsten fünf Jahren durchsetzen, der Technologiestandard sei
allerdings offen.
DVB-H (Digital Video Broadcasting-Handhelds) ist ein
Übertragungsstandard, mit dem digitale Rundfunkprogramme über kleine
oder mobile Geräte empfangen werden können. Gegenüber bisherigen
Übertragungstechnologien wie DVB-T bietet DVB-H unter anderem eine
höhere Bildqualität, mehr Interaktionsmöglichkeiten und einen
besseren Empfang.