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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 14.02.2012 |
Microsoft zieht Übernahmeangebot für Yahoo zurück04.05.2008
11:28 Unternehmen konnten sich nicht auf einen Kaufpreis einigen
Nach einem drei Monate langen Tauziehen hat der
Softwareriese Microsoft
sein milliardenschweres Übernahmeangebot für
den Internet-Konzern Yahoo zurückgezogen.
Beide Seiten konnten sich
nicht auf einen Kaufpreis einigen. Yahoo habe sich trotz eines
zuletzt nochmals erhöhten Angebots nicht bewegt, teilte Microsoft am
Samstagabend mit. "Ganz klar: Das Geschäft kommt nicht zustande",
schrieb Konzern-Chef Steve Ballmer in einem am Samstagabend von
Microsoft veröffentlichten Brief an Yahoo.
Mit dem Kauf für ursprünglich angebotene 45 Milliarden Dollar (28 Milliarden Euro) wollte der weltgrößte Softwareanbieter die Dominanz des Rivalen Google bei Online-Suche und Internet-Werbung brechen. Yahoo verlangte aber weit mehr als 50 Milliarden Dollar. Auch eine mehrfach angedrohte feindliche Übernahme von Yahoo gegen den Widerstand des Managements schloss Microsoft in der Absage nun definitiv aus. Microsoft legte zuletzt nochmals nachMicrosoft habe die Offerte zuletzt noch einmal um rund fünf Milliarden Dollar aufgestockt, sagte Ballmer laut einer Mitteilung auf der Website des Unternehmens. Die von Yahoo aber geforderten Konditionen machten für Microsoft keinen Sinn, sagte Ballmer. Yahoo habe über die angebotene Aufstockung hinaus mindestens nochmals fünf Milliarden Dollar mehr gefordert. "Es ist im besten Interesse der Microsoft-Aktionäre, der Beschäftigten sowie anderer Beteiligter, unseren Vorschlag zurückzuziehen", sagte Ballmer. Die Übernahme wäre die bislang mit Abstand teuerste in der Microsoft-Geschichte gewesen. Eine feindliche Übernahme von Yahoo will Ballmer auch mit Blick auf den Erzrivalen Google nicht wagen. Yang habe deutlich gemacht, dass Yahoo dann Schritte unternehmen werde, die den Konzern für Microsoft nicht länger attraktiv machten. Yahoo hatte parallel zu den Gesprächen mit Microsoft eine Allianz mit Google bei Suchanzeigen getestet. Microsoft kritisierte dieses Bündnis nun erneut scharf. Eine feindliche Übernahme wäre für Microsoft Experten zufolge zudem langwierig und teuer geworden - bei überdies ungewissem Ausgang. "Wir glauben weiter, dass die vorgeschlagene Übernahme für Microsoft, Yahoo und den gesamten Markt sinnvoll gewesen wäre", sagte Ballmer. Microsoft wollte mit der Yahoo-Übernahme seine Position im einträglichen Online-Werbemarkt verbessern und damit Branchenprimus Google den Rang streitig machen. Google wird dieses Jahr nach Schätzung der Marktforscher von eMarketer mehr als 30 Prozent der Umsätze in diesem Geschäft kassieren, Yahoo 14 Prozent und Microsoft knapp sieben. Internetwerbung wird für Microsoft immer wichtiger, da kostenlose werbefinanzierte Internetsoftware den Programmen des Konzerns aus Redmond zunehmend Konkurrenz macht. Yahoo sucht nun seinerseits "strategische Chancen" bzw. KäuferYahoo selbst will sich nach Informationen der Financial Times Deutschland (FTD) nun offenbar auf Alternativen konzentrieren: Zwar sei der Internet-Konzern nicht auf der Suche nach Angeboten, sagte eine mit den Vorgängen vertraute Person. Die Unternehmensführung werde jedoch Optionen in Erwägung ziehen, die den Wert des Konzerns für die Aktionäre erhöhten. "Wir verfolgen strategische Chancen, die Yahoo auf Erfolgskurs und in eine führende Marktposition bringen", sagte Yahoo-Verwaltungsratschef Roy Bostock. Informierten Kreisen zufolge, verhandelt Yahoo mit der Time-Warner-Sparte AOL und Google.
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dpa / AFP / Martin Müller
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