Der Handy-TV-Betreiber
MFD GmbH
wurde jetzt von den
Landesmedienanstalten aufgefordert, die Sendelizenzen für das Handy-TV im
DMB-
Modus bis zum heutigen 30. April zurückzugeben. Ab dem morgigen
1. Mai hat das Unternehmen daher keine Lizenzen mehr und
muss folglich die Übertragung des Dienstes watcha mit sofortiger
Wirkung einstellen. Das Unternehmen bestätigte zudem offiziell
Meldungen diverser Branchendienste,
wonach die Vermarktung von watcha
bereits eingestellt wurde. In Nürnberg, Hamburg und München wurde der
kommerzielle Sendebetrieb schon im März zurückgefahren. MFD habe sich im Vorfeld
mit seinen Vertriebspartnern
debitel,
mobilcom
und
simply abgestimmt und
geeinigt. Die Vertriebspartner hätten die bei Ihnen unter Vertrag stehenden
watcha-Kunden bereits informiert.
Seit längerem schon beklagt MFD verschiedene Umstände, die zu einer mangelnden
kommerziellen Perspektive für mobiles Fernsehen über die Technologie DMB führen:
dies seien eine geringe Modellvielfalt auf Seiten der Endgeräteindustrie,
eine mangelnde Akzeptanz seitens der Marktteilnehmer sowie die eindeutige
Empfehlung der Europäischen Union für die Technologie
DVB-H. Das alles
verhinderte die Akzeptanz und den weiteren
Ausbau eines kommerziellen Dienstes in DMB. In absehbarer Zeit sei darüber
hinaus nicht damit zu rechnen, dass weitere Frequenzbereiche und damit eine
größere Bandbreite für DMB zur Verfügung gestellt wird, mit der das
Programmangebot erhöht werden könnte, so das Unternehmen.
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