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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 14.02.2012 |
Siemens einigt sich mit Arbeitnehmervertretern15.04.2008
15:38 Zukunft der 1 200 Mitarbeiter in der Telefonsparte vorerst gesichert
Siemens hat für den geplanten Abbau von 1 200
Arbeitsplätzen in der Telekomsparte eine Einigung mit den
Arbeitnehmervertretern erzielt. Fast 300 der Beschäftigten werden
demnach Altersteilzeit-Regelungen angeboten, wie Siemens heute
in München mitteilte. Die übrigen 900 Mitarbeiter sollen in eine von
Siemens finanzierte Transfergesellschaft wechseln, die zum 1. Juli
startet und auf zwei Jahre angelegt sei. Mittelfristig bleibt es
allerdings beim geplanten Abbau von insgesamt bis zu 2 000 Stellen in
der Telefonnetzwerk-Sparte
SEN
in Deutschland, wie ein Siemens-Sprecher deutlich machte. "Die alte Zahl steht. Wie viele
Arbeitsplätze letztlich genau wegfallen, hängt aber vom Käufer ab."
Zu den Vereinbarungen gehört auch ein Fonds, mit dem besondere soziale Härtefälle gemildert werden sollen. "Wir haben die notwendigen Personalanpassungen wie versprochen so sozialverträglich wie möglich gestaltet", erklärte Siemens-Arbeitsdirektor Siegfried Russwurm. In der Transfergesellschaft erhalten die Beschäftigten 85 Prozent ihres letzten Bruttogehalts. Arbeitnehmer sollen sich fortbildenDie Arbeitnehmer, die in die Gesellschaft wechseln, könnten in Ausbildungseinrichtungen des Konzerns Abschlüsse wie beispielsweise den Facharbeiterbrief erwerben, hieß es. Die Vereinbarungen dürften Siemens einen niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag kosten, bekräftigte der Sprecher. Aus der Transfergesellschaft heraus sollen die Beschäftigten auf freie Stellen innerhalb und außerhalb des Konzerns vermittelt werden. Dafür startet das Unternehmen eine Jobbörse. Siemens hatte Ende Februar bekanntgegeben, sich in der Sparte, die Telekommunikationslösungen für Firmenkunden anbietet, von weltweit insgesamt 6 800 Arbeitsplätzen trennen zu wollen. Derzeit hat der Bereich noch 17 500 Stellen. Von dem Stellenabbau in Deutschland ist vor allem die Zentrale in München betroffen, wo rund 450 Arbeitsplätze wegfallen sollen. Als Interessenten für eine Übernahme von SEN gelten die Konkurrenten Nortel und Alcatel-Lucent sowie der Finanzinvestor Cerberus. Die Gespräche seien weit fortgeschritten, bekräftigte der Sprecher. Es gebe "mehrere Interessenten". Die IG Metall bestätigte die Einigung und erklärte zugleich, die Verhandlungen hätten "am seidenen Faden" gehangen. Streitpunkt sei der von Siemens angekündigte zusätzliche Abbau der weiteren bis zu 800 Stellen nach dem Verkauf gewesen. "Es ist immer bitter, wenn die Beschäftigten für Fehler des Managements die Zeche zahlen müssen", erklärte Bayerns IG-Metall-Chef Werner Neugebauer. Tarifliche Sonderregelungen für den betroffenen Siemens-Bereich hätten den Arbeitnehmer-Vertretern aber eine gute Verhandlungsposition verschafft. dpa / Anja Zimmermann
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