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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 14.02.2012 |
Intel will mit Atom ins mobile Internet (aktualisiert)02.04.2008
09:45 Neue Intel-Chips sollen mobiles Internet vorantreiben
Der Technologie-Hersteller Intel hat eine neue Familie stromsparender
Mikroprozessoren vorgestellt, mit der die mobile Nutzung des
Internets vorangetrieben werden soll. Der US-Chipgigant präsentierte in Schanghai fünf neue Chips seiner Produktreihe Atom,
die in Mobile Internet Devices (MID) eingesetzt werden können.
Partner des US-Konzerns wie Lenovo, BenQ, Panasonic, LG und Asus
stellten auf dem Intel-Entwicklerforum IDF Prototypen der
Internet-Geräte in Taschenbuchgröße vor, in denen ein Atom-Chip
arbeitet.
Mit seiner Initiative versucht Intel, die Vorherrschaft von konkurrierenden Chip-Architekturen im Mobil-Sektor zu brechen. So setzen Apple (iPhone) und Nokia (N810) bei ihren ultra-mobilen Internetgeräten bislang Mikroprozessoren der britischen Chip-Konstrukteure ARM ein, die auf das Design von energiesparenden Prozessoren spezialisiert sind. In Fachkreisen wird aber schon seit längerer Zeit darüber spekuliert, ob Apple mit einer künftigen Generation des iPhone nicht auf die Intel-Architektur umsteigen und Atom-Chips einsetzen wird. Eine neue Version des Atom-Prozessors, die Ende 2009 erwartet wird, richtet sich besonders an die Hersteller von Mobiltelefonen. Zweiter Anlauf für den MobilfunkAnand Chandrasekher, Chef der "Ultra Mobility Group", sagte, dass der Start der neuen Atom-Chips sei ein "historischer Tag" für Intel und die High-Tech-Industrie sei. "Wir verändern den Weg, auf dem die Verbraucher auf das World Wide Web zugreifen." Mit der Atom-Chipfamilie unternimmt Intel den zweiten Anlauf, im Mobilmarkt Fuß zu fassen. Im Jahr 2006 hatte der weltgrößte Chip-Produzent seine XScale-Technology für 600 Millionen Dollar (390 Millionen Euro) an das kalifornische Unternehmen Marvell Technology Group verkauft. Intel erwartet nun, dass der Markt für "Mobile Internet Devices" bis zum Jahr 2011 auf ein Volumen von 40 Milliarden Dollar (26 Milliarden Euro) im Jahr anwachsen wird. Der Atom-Chip ist der bislang kleinste Mikroprozessor von Intel. Auf dem 25 Quadratmillimeter kleinen Bauteil wurden mehr als 47 Millionen Transistoren untergebracht. Je nach Taktfrequenz verbraucht ein Atom-Prozessor zwischen 0,6 und 2,4 Watt. Für ein Notebook ist derzeit ein Verbrauch von 35 Watt üblich. Ein Universal-Funkmodul auf einem ChipWLAN, UMTS, Bluetooth und DVB-T in ein mobiles Endgerät zu integrieren ist aufgrund des hohen Stromverbrauchs der einzelnen Komponenten schwierig. Was in Notebooks noch realisierbar sei, ist daher Handys nur schwer möglich. Deshalb arbeitet Intel an einer universellen Funklösung, dem so genannten Integrated Multi-Radio, das in den Hauptprozessor (CPU) integriert werden soll. Ein noch namenloser Chip der bei einer Größe von 900 Nanometern die WLAN-Standards WLAN-802.11/a/g/u verarbeitet, wurde beim Intel Developer Forum vorgestellt. Krishnamurthy Soumyanath, Leiter des Forschungslabors bei Intel, zeigte in Shanghai zusätzlich einen digitalen Verstärker von 65 Nanometern, der UMTS, WLAN und WiMAX beherrschen soll. Eine Kombination dieser einzelnen Bausteine könnte zukünftig zu dem gewünschten Ergebnis führen.
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dpa / Marie-Anne Winter
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