Der Internet- und Mobilfunkprovider
freenet setzt inzwischen
auf das mobile Internet und Inhalte, das
DSL-Geschäft hat
das Unternehmen deshalb zum Verkauf
gestellt. Jetzt steht freenet offenbar kurz vor einem Coup: Laut einem Bericht des
manager magazins, der sich
auf Unternehmenskreise stützen soll, will der Finanzinvestor den Mobilfunkprovider
debitel an freenet verkaufen. Entsprechende Verhandlungen
stünden kurz vor dem Abschluss, freenet biete zwischen 1,4 und 1,5 Milliarden
Euro.
Scheitern könnte das Geschäft noch an der zum Verkauf stehenden DSL-Sparte und an
einem Verkäuferdarlehen, heißt es in dem Magazinbericht. freenet verhandle zurzeit
mit United Internet und der
Telefónica über einen Verkaufspreis von 600 bis 700 Millionen Euro für das DSL-Geschäft. freenet-Chef Eckhard Spoerr möchte
gerne einen Übernahmebetrag von 800 Millionen Euro erzielen. Spoerr verlange
zudem, dass Permira die debitel-Übernahme durch einen Kredit mitfinanziere.
Permira hatte debitel 2004 von der Schweizer Swisscom
gekauft und wollte das Unternehmen eigentlich an die
Börse bringen.
Einen Kauf von debitel durch freenet bewertet das manager magazin als einen Befreiungsschlag im schwierigen Geschäft als
Serviceprovider, das von sinkenden Margen und
aggressiven Preisen geprägt ist. Die größere Marktmacht würde unter anderem
die Verhandlungsposition der Unternehmen gegenüber den Netzbetreibern stärken.