Sony-BMG-Chef fordert Strafregister für Internet-Sünder
19.03.2008 17:55
Gelbe Karte bei illegalen Musikdownloads
Der Deutschland-Chef des Musikriesen
Sony BMG,
Edgar Berger, hat sich für "eine Art Flensburg-Kartei für
Internet-Sünder" ausgesprochen. Wiederholungstätern, die illegal Musik aus dem
Netz herunterladen, sollte zeitweise der Zugang zum Internet gesperrt
werden, sagt der Manager der WirtschaftsWoche. Ein ähnlicher Ansatz
werde in Frankreich verfolgt. "Das ist für viele eine sehr hohe
Strafe." Umfragen zeigten, dass 70 Prozent der Nutzer nach einer
ersten Verwarnung damit aufhören würden. Berger: "Ich wünsche mir das
Modell deshalb für Deutschland. Und wir bekommen positive Signale aus
der Politik."
Dem Deutschlandchef von Sony BMG zufolge "denken auch 81 Prozent
der Deutschen, dass rechtliche Schritte die
Piraterie verringern oder
stoppen". Nach Bergers Einschätzung kann mit solchen Ansätzen und
kundenfreundlichen legalen Angeboten "in zwei bis drei Jahren das
Gröbste überstanden sein und das Geschäft wieder wachsen". Erste
Anzeichen dafür gebe es bei Sony BMG: "2007 haben wir in Deutschland
das beste Ergebnis seit 2000 erarbeitet, in einem Markt, der seitdem
um 40 Prozent geschrumpft ist", sagt Berger.
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