Führende Musikkonzerne verhandeln nach einem
Bericht der Financial Times Deutschland
(
FTD) mit
Apple über ein neues
Geschäftsmodell für den
Online-Musikladen
iTunes. Kunden könnten
demnach künftig Apple-
Geräte wie den iPod oder das
Multifunktionshandy
iPhone mit einem Aufschlag kaufen und dafür auf
sämtliche Musiktitel im Online-Katalog von Apple unbegrenzt
zugreifen, berichtete die FTD. Strittig sei noch
die Umsatzbeteiligung, die der US-Computerkonzern den Musikanbietern
für die Freigabe ihrer Titel zugestehen will.
Apple-Chef Steve Jobs hatte sich in der Vergangenheit stets gegen
Abo-Modelle beim Musikvertrieb ausgesprochen und darauf verwiesen,
dass Anbieter wie Napster damit nur einen sehr begrenzten Erfolg am
Markt hätten. Bei den sogenannten Musik-Flatrates können Kunden aus
einem großen Pool an Titeln unbegrenzt auswählen. Nach Ablauf des
Abos verhindert ein Digital Rights Management
(DRM) System, dass die
Stücke dann noch angehört werden können.
Sollte sich Jobs tatsächlich für einen Strategiewechsel
entscheiden, würde Apple damit dem
Nokia-Konzern folgen, der eine
vergleichbares
Angebot angekündigt hatte. Die Musikindustrie erhofft
sich von solchen Modellen stabilere Umsätze, nachdem das massenhaftes
Musikkopieren ihr die Grundlage des Geschäftsmodells entzieht und die
CD-Verkäufe schrumpfen. Apple könnte hingegen auf einen Schub für den
Absatz der eigenen Geräte spekulieren.