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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 18.06.2013 |
Flatrate-Zugänge via Satellit im Preisvergleich15.03.2008
15:10 Hardware-Mietlösungen reduzieren die hohen Einstiegskosten
Von Björn Brodersen
Über Forderungen nach Tilgung der "weißen Flecken" auf der deutschen Breitbandkarte
können die Anbieter von Breitband-Zugängen
via Satellit nur den Kopf schütteln. Solchen Forderungen halten sie entgegen, dass ihre drahtlosen Breitband-Anbindungen überall
dort verfügbar sind, wo freie Sicht zum Satelliten herrscht. Seitdem die Anbieter
nun auch den Rückkanal über die Satellitenverbindung realisiert haben, sind die
Zugangsangebote zumindest transparenter geworden. Inzwischen haben die Provider auch bei
den Preisen nachgebessert, die - vor allem die hohen Einstiegskosten - bislang
viele Breitband-Interessenten trotz fehlender Alternativen abgeschreckt haben. Ob
Breitband via Satellit inzwischen in preislicher Hinsicht konkurrenzfähig zu
anderen Zugangsarten geworden ist, erfahren Sie in diesem Preisvergleich aktueller
Sat-Flatrates.
So funktioniert Breitband via Satellit
Auf den herkömmlichen Telefonanschluss oder einen Mobilfunkanschluss für den
Datenversand verzichten können die Breitband-via-Satellit-Nutzer bei einer so
genannten 2-Wege-Lösung, wie sie zum Beispiel die Plattform Astra2Connect
darstellt. Für die Nutzung benötigt der Anwender eine Satellitenantenne mit
Sende- und Empfangs-LNB, ein Modem (oder einen Router für die Nutzung im Netzwerk)
sowie einen Computer, der über eine Netzwerkkarte eine Ethernet-Verbindung
aufbauen kann. Das auf dem PC eingesetzte Betriebssystem stellt in der Regel
kein Hindernis für Breitband via Satellit
dar.
Das Modem wird zwischen Satellitenantenne und Rechner geschaltet, verschlüsselt die Anfragen des Nutzers und schickt sie an die Satellitenanlage. Von dort werden sie über einen Satelliten - in der Regel von SES Astra oder Eutelsat - an eine terrestrische Empfangsstation geleitet, die über einen Proxy-Server die angeforderten Daten aus dem Internet sammelt und sie über den Satelliten an den Nutzer zurückschickt. Das Modem entschlüsselt die erhaltenen Daten und gibt sie an den Webbrowser weiter. Diese Technik hat einen Vorteil: Breitband via Satellit ist praktisch überall auf der Erdoberfläche verfügbar, so lange die Satellitenantenne auf den jeweiligen Satelliten ausgerichtet werden kann. Es gibt aber auch zwei entscheidende Nachteile dieses Wegs der Datenübertragung: Er beinhaltet hohe Signallauf- und Latenzzeiten und eignet sich daher nicht für Echtzeit-Anwendungen wie etwa Online-Spiele. Zudem kann der Nutzer nicht einfach auf herkömmliche DSL-Hardware zurückgreifen, sondern muss sich spezielle Satelliten-Anlagen anschaffen. Das macht den Einstieg ins Breitband-Internet via Satellit ziemlich teuer und stellt manchen Einsteiger auch vor Probleme bei eigener Installation. Allerdings bieten manche Anbieter ihren Kunden inzwischen Ratenzahlungen oder Mietlösungen über die Dauer der Mindestvertragslaufzeit an. Nutzer teilen sich vorhandene Bandbreite
Verbindungsabbrüche bei schlechtem Wetter gehören jedoch nach Aussage der Anbieter von Satelliten-Zugänge der Vergangenheit an. In diesem Fall werde einfach die Sendeleistung der Satelliten-Uplink-Station erhöht und die "Fehlerkorrektur" der Datenübertragung angepasst.
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