Bitkom stellt Schrumpfung auf dem Telekommunikationsmarkt fest
03.03.2008 13:18
Preise verfallen schneller, als Einheiten verkauft werden können
Auf der heutigen Jahrespressekonferenz des
Bitkom im Rahmen der
CeBIT stellte der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. fest, dass in
der Telekommunikation derzeit ein Schrumpfungstrend zu verzeichnen ist.
Die Umsätze werden in diesem Jahr mit 66,4 Milliarden Euro
etwa 1,5 Prozent unter dem Vorjahresniveau liegen. Im nächsten Jahr soll es
allerdings schon wieder besser werden, der Verband erwartet dann eine
schwarze Null. Für die unerfreuliche Marktsituation macht Bitkom-Präsident
August-Wilhelm Scheer den anhaltenden Preisverfall verantwortlich. Zwar erlebe
die Telekommunikation einen echten Boom, aber die Preise fielen schneller, als
die Anzahl der verkauften Einheiten steige, daher der Umsatz-Rückgang.
Eine positive Entwicklung gibt es derzeit vor allem bei der
Datenkommunikation, dieses Segment wächst derzeit um 5 Prozent pro Jahr
und fängt die Verluste aus der Sprachtelefonie weitgehend auf. Auch der
Mobilfunkmarkt wächst, inzwischen werden 27 Prozent der Gesprächsminuten über das Handy abgewickelt.
Positiv entwickele sich auch der Bereich Consumer Electronics, der vor
allem durch das hohe Interesse an Flachbildfernsehern getrieben wird. Eine Marktsättigung sei trotz der Zuwächse in den vergangenen Jahren noch nicht
abzusehen. Auch im letzten Jahr legte dieser Bereich um 8,2 Prozent auf ein Volumen von 11,9 Milliarden Euro zu. Durch das Ende des
Formatkrieges von Blu-Ray und HD-DVD zugunsten von Blu-Ray sieht der Bitkom gute Chancen, dass hier ein neuer, sehr dynamischer
Markt entstehen wird. Einen weiteren Schub erwartet der Bundesverband auch durch das zunehmende Interesse an
GreenIT.