Testphase

Deutsche Bahn und Vodafone starten Touch&Travel

Zwischen Berlin und Hannover läuft der Testbetrieb
Von Anja Zimmermann mit Material von ddp
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Für 200 Testnutzer ist seit heute das Handy die Fahrkarte. Wie wir im vergangenen Jahr berichteten, testen die Deutsche Bahn und Vodafone auf der ICE-Strecke Hannover-Berlin, sowie im Potsdamer Nahverkehr und im Berliner S-Bahn-Netz das Touch&Travel System.

Die Testbahnhöfe sind mit so genannten Touchpoints ausgestattet, an denen sich die Reisenden an- und wieder abmelden müssen. Der Fahrpreis wird auf Grund der zurückgelegten Strecke berechnet und dem Kunden später in Rechnung gestellt. Wenn ein Kunde sich nicht rechtzeitig abmeldet bekommt er nach vier Stunden eine Erinnerungs-SMS. Touchpoint im Berliner Hauptbahnhof
Foto: teltarif.de
Reagiert er darauf auch nicht, wird die Verbindung nach 24 Stunden getrennt und der Kunde sollte sich schnellsmöglich mit der Bahn-Hotline in Verbindung setzen. Ob die Fahrt dann mit dem Höchstpreis abgerechnet wird, ist noch unklar.

Um das Handy-Ticket zu nutzen ist ein NFC-fähiges Telefon mit einer bestimmten Chipkarte nötig. Vodafone hat seine Testnutzer mit dem nicht kommerziell vertriebenen Gerät Motorola MOTOSLVR L7nfc ausgestattet. Dieses Modell eignet sich laut Vodafone gut zur Integration des NFC-Chips. Darüber hinaus hat das Handy eine VGA-Kamera mit 4-fach Zoom, einen MP3-Player und eine integrierte Freisprechanlage mit an Bord. Ab 2010 soll das Touch&Travel-System bundesweit eingeführt werden und damit auch das NFC-fähige Motorola Handy in den Verkauf gehen.

Kunden werden ihr Mobiltelefon aber auch auf eine entsprechende "Multiplikations-SIM-Karte" umrüsten können, berichtet ddp. Bahnvorstand Hartmut Mehdorn sicherte zu, dass das System zum offiziellen Start von Touch&Travel auch anderen Mobilfunkanbietern offen stehen werde. Genauso steht Touch&Travel allen anderen Verkehrsunternehmen offen und bietet den Kunden in ganz Deutschland so ein einheitliches Verfahren des E-Ticketing.