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Umsatz bei o2 sinkt im Kerngeschäft (aktualisiert)

o2 zählt nur 75 000 DSL-Kunden zum Jahresende
Von dpa / Anja Zimmermann
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Der harte Preiskampf auf dem deutschen Mobilfunkmarkt macht o2 weiter zu schaffen. Zwar konnte die Telefónica-Tochter im vierten Quartal des vergangenen Jahres 303 000 neue Mobilfunk-Verträge abschließen und steigert damit die Zahl der Verträge weiter auf nunmehr 12,5 Millionen Handy-Kunden. Zu diesem Wachstum trug sowohl die Marke Fonic mit 129 000 Mobilfunk-Vertragsabschlüssen, als auch die Partnerschaften mit Tchibo und HanseNet bei. Tchibo konnte seine Vertragsbasis im vierten Quartal um 81 000 auf 1,2 Millionen erhöhen. HanseNet konnte im gleichen Zeitraum 148 000 Vertragsabschlüsse beisteuern und erreicht nun 316 000 Mobilfunk-Vertragsabschlüsse.

Die Erlöse im Kerngeschäft seien im vierten Quartal 2007 aber nochmals um 6,5 Prozent auf 725 Millionen Euro gesunken, sagte Finanzvorstand André Krause heute in München. Schuld daran seien unter anderem die Senkung der Terminierungsentgelte und der Preiskampf am Markt. So sank auch der monatliche Durchschnitts-Umsatz je Kunde (ARPU) der Postpaid-Kunden um 17,6 Prozent auf 32,30 Euro pro Anschluss. Bei den Prepaid-Kunden lag der ARPU bei 6,40 Euro und sank damit um fast ein Viertel im Vergleich zum Vorjahr.

Zuwachs im Breitbandgeschäft

Im vierten Quartal schloss o2 Germany 88 000 DSL-Verträge ab. Nach Unternehmensangaben warten davon jedoch noch 50 000 Haushalte auf ihren Anschluss. Grund hierfür seien die langen Aktivierungszeiten der Telekom. Deshalb zählte das Unternehmen zum Jahresende insgesamt gerade einmal 75 000 DSL-Verträge. Auch Telefónica Deutschland legte bei der Kundenzahl deutlich zu, sie hat ihre Anschlusszahl in 12 Monaten nahezu verdoppelt und zählt nun rund 1,5 Millionen Verträge.

Für das laufende Jahr hat der Konzern angekündigt, sein GSM- und UMTS-Mobilfunknetz weiter auszubauen, um mobiles Internet auf einer nahezu flächendeckenden Netzwerk-Plattform anzubieten. Zusätzlich will o2 schnelle Datentechnologien wie HSDPA und EDGE anbieten. Den angekündigten Abbau von bis zu 700 Arbeitsplätzen hat o2 inzwischen weitgehend abgeschlossen.

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