Vodafone-Chef Arun Sarin plädiert für gemeinsame Standards
12.02.2008 10:45
Der Nutzer soll bei mobilen Breitbanddiensten entscheiden, was er bekommt
Vodafone-Chef Arun Sarin hat auf dem
Mobile World Congress in Barcelona ein erfolgreiches
Fazit für den vergangenen zwölf Monate gezogen und die Branche zu mehr Zusammenarbeit aufgerufen.
"Wir haben enormen Fortschritt gemacht - und das ist erst der Anfang", sagte Sarin in seiner heutigen
Keynote. Hohe Investitionen im Bereich der Breitband-Internetzugänge
hätten sich ausgezahlt und die Kundenzahlen stiegen. "Die Kunden wollen schnelles drahtloses Internet",
erklärte Sarin. "Und je simpler das Konzept, desto erfolgreicher verkauft sich das Produkt."
Dafür seien aber auch Bündelprodukte, einfach zu installierende Hardware wie
etwa Plug-in-Play-Modems, günstige transparente Tarife und interessante Dienste. Wenn auch
schon bald Datenübertragungsraten mehr als 14 MBit/s oder sogar 28 MBit/s möglich
seien und die Kunden künftig mehr Bandbreite verlangten, so sei die Mehrzahl der Nutzer zurzeit
noch mit einer Datenrate von etwa 1 MBit/s zufrieden. Wer auf
HSDPA setze, sei auf dem richtigen Weg.
Weniger Betriebssysteme gefordert
Endlich sei die Nachfrage der Kunden nach mobilen Datendiensten da. Um diese Nachfrage noch
weiter zu steigern, seien jedoch nicht nur schnelle Datenraten sondern einfache Bedienoberflächen
der Geräte, ausdauernde Handyakkus und hochauflösende
Displays. Apple habe bei der "User Experience" die
Messlatte höher gelegt. Er plädierte in Barcelona dafür, die Zahl der Betriebssysteme von 30 auf
vier oder fünf herunterzubrechen. "Ob Symbian,
Android oder LiMo -
das soll der Kunde entscheiden", meinte Sarin. Auch bei der Standardisierung für die mobile
Datenübertragung setzte sich Sarin für Einheitlichkeit ein:
WiMAX
solle in Long Term Evolution (LTE)
eingebunden werden. Zudem dürften die Märkte in den
Schwellenländern nicht außer Acht gelassen werden.
Er rief die Mobilfunkbetreiber dazu auf, sich an der Entwicklung neuer Dienste für das mobile
Breitband-Internet zu beteiligen. "Werden sie keine reinen 'Bit Pipes'", gab er am Ende den
Branchenvertretern auf dem Mobile World Congress mit auf den Weg.
Weitere Meldungen zum Thema "Mobiles Internet" vom Mobile World Congress