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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 14.02.2012 |
Drohendes Aus für DAB in bisheriger Form22.01.2008
16:35 KEF lehnt weitere Finanzierung des Digital Radios ab
Nachdem sich bereits Privatsender sukzessive von der digitalen
Ausstrahlung ihrer Hörfunkprogramme im DAB-Modus zurückgezogen haben, droht
jetzt auch bei den Öffentlich-Rechtlichen das Aus. Die Kommission zur Ermittlung
des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF)
hat in ihrem aktuellen Bericht
festgestellt, dass eine Fortführung der DAB-Finanzierung nicht in Frage kommt,
da weder die Zahl der DAB-Empfangsgeräte signifikant vergrößert werden konnte,
noch eine Abstimmung mit den privaten Programmanbietern erreicht wurde. Mittel
wurden nur in einer Größenordnung anerkannt, die den Betrieb der DAB-Sender
über die aktuelle Gebührenperiode hinaus ermöglicht.
Die Kommission ist der Überzeugung, dass der Misserfolg der Digitalisierung des terrestrischen Hörfunks mittels DAB nicht bedeuten muss, dass der terrestrische Hörfunk analog bleibt. Um einen erfolgreichen Neustart der Digitalisierung zu ermöglichen, erkennt sie für die Gebührenperiode 2009 bis 2012 ein Projektbudget in Höhe von 42 Millionen Euro für einen derartigen Neustart an - sofern die Landesrundfunkanstalten der ARD und das Deutschlandradio die DAB-Ausstrahlungen nicht aus Mitteln des Programmaufwands fortsetzen wollen. Diese Mittel können allerdings erst ab dem Zeitpunkt genutzt werden, zu dem die Kommission den Finanzbedarf für ein durch die ARD oder das Deutschlandradio neu zu beantragendes Entwicklungsprojekt zum Digitalen Hörfunk anerkennt. Der Antrag für dieses Entwicklungsprojekt muss unter anderem eine Gesamtlaufzeit und ein Gesamtbudget des Projekts sowie konkrete Angaben darüber enthalten, wie der Erfolg oder Misserfolg des Projekts gemessen werden kann. Außerdem erwartet die Kommission, dass das Projekt auf einem deutschlandweiten Konsens auch mit privaten Programmanbietern und Herstellern von Endgeräten beruht. Eventuelle Restmittel aus dem Projekt DAB können dann in dem neuen Projekt verwendet werden. Keine Angaben machte die KEF, wie ein solches Entwicklungsprojekt aussehen und auf welcher technischen Grundlage und Ausstrahlungsnorm es realisiert werden soll. Digitaler Hörfunk wird inzwischen neben der Terrestrik auch über die Verbreitungswege Satellit, Kabel und Internet angeboten. Im terrestrischen Bereich gibt es mehrere Verbreitungsmöglichkeiten: neben DAB+, dem Nachfolger der bisherigen DAB-Technologie, stehen auch Verbreitungswege wie HD Radio oder DRM+ in den Startlöchern, die eine Digitalisierung des UKW-Bandes ermöglichen. Meinungen und Erfahrungen der Community:
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