Rüttgers will bei Nokia-Bossen um Standort Bochum kämpfen
17.01.2008 09:38
Ministerpräsident sieht keine nachvollziehbaren Gründe für Schließung
In direkten Gesprächen mit der Geschäftsleitung
des Nokia-Konzerns in Finnland will Nordrhein-Westfalens
Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) die Schließung des Handy-Standorts Bochum noch verhindern. Die Landesregierung, die
Oberbürgermeisterin von Bochum, Vertreter der Landtags-Parteien sowie
der Betriebsrat wollten dazu in den kommenden Tagen eng
zusammenarbeiten, sagte Rüttgers gestern Abend im ZDF-heute-Journal.
Ziel sei es, der Nokia-Geschäftsleitung Veränderungen für das Werk
in Bochum vorzuschlagen, um das Niveau der Herstellungskosten zu
senken. Dafür seien Veränderungen im Betrieb, bei der Produktion und
bei der Arbeitsweise der Mitarbeiter notwendig. "Bisher hat es keinen
nachvollziehbaren Grund gegeben, warum diese Schließung erforderlich
ist", bekräftigte Rüttgers. Die Löhne machten nach Angaben von Nokia
nur fünf Prozent der Kosten eines Mobiltelefons aus. Nokia hatte
angekündigt, den Standort Bochum mit 2 300 Beschäftigten Mitte des
Jahres zu schließen und die Produktion nach Rumänien und Ungarn zu
verlegen.
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